BIO Spezial

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Neue Hoffnung für Verzweifelte

Der Notschrei des Körpers nach einem gesünderen Verdauungstrakt

Nach Schätzungen leiden in Deutschland etwa 20 Millionen Menschen an Allergien. Damit stellen diese Erkrankungen eines der brennendsten gesundheitlichen Probleme unserer Zeit dar, zumal sie in ungeheurem Maße zunehmen und weitgehend als unheilbar gelten. Überaus hoffnungsvolle Aspekte vermittelt hier eine ganzheitliche Medizin, wie sie zum Beispiel in der Privatklinik Zimmermann in Badenweiler praktiziert wird. BIO spezial befragte dazu den Chefarzt  Dr. Michael Zimmermann.

asthmaDa sich Allergien ja vorzugsweise an den Schleimhäuten manifestieren, ist der Gedanke nicht von der Hand zu weisen, dass das größte Schleimhautorgan des Körpers, nämlich der Darm, hiermit möglicherweise im Zusammenhang steht. Denn er hat immerhin eine Länge von etwa 10 Metern und die Oberfläche eines Tennisplatzes. Wie die moderne Medizin heute weiß, ist die Immunität- also die Fähigkeit zur Abwehr- zu 70 bis 80% in der Schleimhaut des Verdauungsapparates lokalisiert. Das heißt, jede Störung des Darmes ist geeignet, die Immunität zu irritieren, anzupeitschen oder auf die Dauer zu lähmen. In der Tat stellen darum Allergien auch überschießende Reaktionen des geschwächten Immunsystems des Verdauungstraktes dar.

Wichtige neue Erkenntnisse

Bio spezial: Was Sie sagen, klingt sehr einleuchtend, zumal die übliche moderne Medizin schon so manche Schlacht gegen diese Erkrankungen verloren hat. Als Ursache werden ja in erster Linie Umweltgifte, Stress, Chemie usw. angeführt. Sehen Sie auch hier einen Zusammenhang?

Dr. Zimmermann: Sicherlich wirkt die Flut der nicht mehr zu überschauenden Umweltreize schädigend auf den Organismus, zumal er sich nicht allmählich über tausende von Jahren daran anpassen konnte. Allerdings sind sie zumeist nicht als Ursache, sondern lediglich als Auslöser für zahllose Erkrankungen zu sehen.

Hochinteressant ist in diesem Zusammenhang übrigens eine groß angelegte medizinische Studie, welche ganz erstaunliche neue Erkenntnisse brachte:

Was die Häufigkeit von Allergien betrifft, war nämlich nur ein unbedeutender Unterschied festzustellen zwischen industriellen Ballungszentren mit hoher Luftbelastung durch Schadstoffe und andererseits Luftkurorten mit anerkannt vorteilhaften Umweltbedingungen.

Bio spezial: Das ist allerdings mehr als überraschend! Wollen Sie damit sagen, dass für die Flut von Allergien andere Faktoren als die bisher vermuteten verantwortlich sein müssen, Faktoren, die überall in etwa gleichem Maße vorhanden sind?

Dr.Zimmermann: In der Tat stellen wir fest, dass Störungen der Verdauungskraft ubiquitär, also überall anzutreffen sind. Allerdings sind Allergien immer vergesellschaftet mit Verdauungsstörungen. Darum widmen wir diesem Problemkreis ganz besondere Aufmerksamkeit.

Bio spezial: Herr Dr. Zimmermann, wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch, welches sicherlich wieder vielen Not leidenden Menschen neue Hoffnung geben wird.

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Hintergründe und Hilfen

Die Menschen der Industrienationen werden immer älter. Oft bleiben nach der Pensionierung noch viele Jahre, in denen man sein Leben – befreit vom beruflichen Stress – noch richtig genießen könnte. Doch eine Unzahl von Zivilisationskrankheiten macht vielen älteren Menschen hier einen Strich durch die Rechnung.

Wie man degenerativen Gelenkerkrankungen wirksam begegnen kann, zeigt das BIO-Gespräch mit Chefarzt Dr. Michael Zimmermann von der Fachklinik für chronische und therapieresistente Erkrankungen in Badenweiler.

BIO: Unter arthritischen Veränderungen der Gelenke leiden immer mehr Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter. Es handelt sich um typische Verschleißerscheinungen, die schließlich zu einer Verschleißerscheinung der betroffenen Gelenke führen können (z.B. von Finger-, Knie-, Schulter-, Hüftgelenken). Bislang ging man davon aus, dass solche abgenutzten Gelenke als schicksalhaft hingenommen werden müssen. Teilen Sie diese Meinung?

Dr. Zimmermann: Wie bei so vielen chronischen und therapieresistenten Erkrankungen hat auch hier ein Umdenkprozess in der Medizin eingesetzt. Wissenschaftliche Erkenntnisse der vergangenen Jahre haben nämlich ergeben, dass es unter gewissen Umständen durchaus zu einer Regeneration selbst erhebliche geschädigter Gelenke kommen kann. Das bedeutet nichts anderes, als dass die bisherige Einschätzung der Arthrose als reine „Abnutzung“ und „Verschleiß“ in Frage gestellt werden muss. Ist es denn nicht auch verwunderlich, dass viele durch schwere körperliche Arbeit belastete,- oder auch stark übergewichtige Menschen keineswegs eine Arthrose entwickeln – und andererseits geschonte Menschen an solchen Arthrosen leiden? Wir müssen annehmen, dass bei letzteren Störungen des individuellen Stoff-Wechsels vorliegen, welche zu einem inadäquaten Verschleiß der Gelenke führen.

BIO: Sollte der Verdauungsapparat etwa auch hier eine ausschlaggebende Rolle spielen, wie Sie uns das schon bei zahlreichen Problemerkrankungen vor Augen geführt haben?

Dr. Zimmerman: Hier findet in der Tat die Umsetzung der Nahrung statt, – d.h. der Wechsel der Nähr- oder Schadstoffe durch die Schleimhaut des Darmes in das strömende Blut. Daher der Begriff Stoffwechsel. So gelangen diese Substanzen zu unseren Muskeln, Organen und Gelenken und können dort aufbauende, schützende oder auch schädigende Wirkung ausüben- je nach Zusammensetzung des Blutes eben.

BIO: Lässt sich also vorbeugend etwas gegen dieses oft sehr schmerzhafte Leiden unternehmen und wie kann man den gefürchteten Bewegungseinschränkungen vorbeugen?

Dr. Zimmermann: Selbstverständlich einzig und allein durch die Behandlung der Ursache –  und wenn diese in einer Funktionsstörung des Versauungssystems besteht, muss eben diese angegangen werden, -d.h. das gestörte Darmmilieu, – sozusagen der „Boden“, in welchem die „Pflanze“ Mensch wurzelt muss saniert werden.

BIO: Ein einleuchtender Gedanke, – doch in dieser Richtung wird ja bereits seit vielen Jahren diskutiert und experimentiert mit Ernährungsumstellung, Vollwertkost, Symbioselenkung etc., wobei die Langzeitergebnisse im Rückblick allerdings eher ernüchternd sind. Es wird immer offenkundiger, dass hier eine Denklücke bestehen muss!

Dr. Zimmermann: Das ist hier überhaupt der Schlüsselgedanke. das verbindende und bestimmende Element zwischen Nahrung und Stoffwechsel ist die gestörte Funktionsfähigkeit des hochdifferenzierten Verdauungssystems, welches wir heute nahezu durchweg als tiefgreifend gestört bezeichnen müssen. Die Zahlen für Darmkrebs sprechen übrigens eine beredte Sprache.

Wir finden fast überwiegend wesentliche Vergrößerungen und Schwellungen des Darmes infolge lymphatischer Stauungen, – woraus der sogenannte „große Bauch“ resultiert, – z.T. hochgradige Erschlaffungen und Verlängerungen des Darmes mit Bildung von Divertikeln und Polypen,- Ablagerungen zersetzten Kotes mit Gärungs- und Fäulnisprozessen, – mangelnde Durchblutung der Schleimhaut und Entzündungen. Kann man erwarten, dass ein solcher Darm eine Vollwertkost auch nur annähernd zu verwerten weiß?

BIO: Ganz gewiss nicht, da eine solche anspruchsvolle und hochwertige Kost zunächst eine gute Funktionsfähigkeit von Darm und Drüsen voraussetzt. Man kann sich sogar vorstellen, dass z.B. Obst, Rohkost und Körner zunächst eine weitere Reizung und Schädigung bewirken müssen. Doch was hat denn letztlich den Darm so krank gemacht?

Dr. Zimmermann: Die Überforderung im weitesten Sinne durch die sogenannten Kardinalfehler in der Ernährungsweise: Wir essen zu schnell, zu viel, zur falschen Zeit, – hier vor allem am Abend. Wir trinken durchweg viel zu wenig und ernähren und häufig zu „gesund“. – d.h. mit einer angesichts des funktionsgestörten Darmes zu anspruchsvollen und gärungsfreudigen Kost.

All dies führt zu einer unmerklich zunehmenden Schädigung des Darmes, indem es allmählich zu einer Einschränkung der Selbstreinigungsfähigkeit kommt, weil zu wenige Verdauungssäfte gebildet werden – als wichtigstes hier Galle beispielsweise. Eine bakterielle Fehlbesiedelung entwickelt sich, – etwa mit Pilzen wie der überaus weit verbreiteten Candida albicans, deren Stoffwechselprodukte empfindlich in das darmständige Immunsystem eingreifen. Es bilden sich zirkulierende Immunkomplexe, welche Autoaggressionen (Selbstzerstörungen) auszulösen vermögen wie Neurodermitis, Allergien oder eben Reizungen an den Knorpeln und  den empfindlichen Kapseln der Gelenke bis hin zu deren völliger Zerstörungen. Genau genommen müssen wir hier von einem allergischen Geschehen sprechen.

BIO: Das sind ja geradezu revolutionäre Überlegungen, – allerdings sehr überzeugend. Nicht auszudenken, wenn tatsächlich diese unerkannte Störung und sozusagen Vergiftung aus dem Darm für zahllose Problemerkrankungen verantwortlich wäre. Hätte die Medizin hiermit nicht einen Schlüssel zur Gesundung in der Hand?

Dr. Zimmermann: Eine ausgezeichnete Formulierung, zumal die Medizin zwar eine ganze Menge der Krankheit versteht, – doch wenig von der Gesundheit, – alleine schon wegen deren seltenen Vorkommens!

Es gilt also in erster Linie diesen genannten Ursachen Rechnung zu tragen. Die Schwellung des Verdauungstraktes muss zurückgebildet werden. Voraussetzung stellt hier eine sanfte und nachhaltige Reinigung dar, – bei dessen Länge von etwa zehn Metern und häufiger Entzündung ein Unterfangen, welches kundiger ärztlicher Anleitung bedarf. Wir verwenden hierzu milde salinische Lösungen wie Bittersalz, welches über eine Galle treibende Wirkung indirekt diese Reinigung bewirkt. Allerdings erfordert eine solche Reinigung mehrer Wochen und sollte darum im häuslichen Umfeld zumindest mit regelmäßigem warmen Wassereinläufen und reichlicher Trinkmenge unterstützt werden.

Als unterstützende Maßnahme hat sich hier die sogenannte Colon-Hydro-Therapie außerordentlich bewährt, – vor allem bei schweren Erkrankungen chronischer Natur. Es handelt sich hierbei um eine Entwicklung aus der Weltraumtechnik, mit welcher der Dickdarm – das Colon –  mittels einer Maschine behutsam und gefahrlos gereinigt wird. Diese Maßnahme hat eine entstauende Wirkung auf die Darmwandung und eine wesentlich verbesserte Durchblutung zur Folge. Da die Dickdarmschleimhaut einen Hauptentgiftungsort darstellt z.B. für Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Wismut, Calcium etc., ist das von ganz besonderer Bedeutung angesichts der immer brisanter werdenden Umweltbelastung durch Industriegifte usw., der wir ausgesetzt sind.

Weiter sollte für längere Zeit eine sorgfältig zubereitete Kost im Sinne der Milden Ableitungs- Diät nach Dr. Rauch empfohlen werden. So kann der medizinische Laie mit diesen einsichtigen Maßnahmen schon eine Grundlage zur Verbesserung seiner Grund – Gesundheit und damit auch seiner Gelenksituation schaffen. In vielen Fällen wird es allerdings erforderlich sein, die Sanierung in Form einer stationären Behandlung vorzunehmen, welche übrigens auch von den Krankenkassen als sogenannte Reha-Maßnahme unterstützt wird.

BIO: Es scheint ohnehin so, als ob es auch im Versicherungswesen in letzter Zeit eine größere Aufgeschlossenheit besteht. Worauf führen Sie das zurück?

Dr. Zimmermann: Hauptsächlich auf nüchternes Kosten-Nutzen-Denken, da zunehmend erkannt wird, dass bei den chronischen und therapieresistenten Erkrankungen einem immer größeren Aufwand an Diagnostik, Therapie und damit an Kosten ein verhältnismäßig bescheidener Effekt gegenübersteht. Dann natürlich auch die positive Rückmeldung an die Krankenkassen von Seiten solcher Kranker, denen die übliche Therapie nichts mehr brachte und denen man mit unseren Mehroden oft durchgreifend und dauerhaft helfen konnte.

BIO: Eine solche stationäre Therapie gestattet sicher auch ein wesentlich gezielteres Vorgehen, bei welchem die physikalische Therapie einen festen Stellenwert einnimmt?

Dr. Zimmermann: Das ist richtig. Hier kann in bestimmten Fällen auch eine absolute Schonung des Verdauungssystems gewährleistet werden durch Heilfasten in der geborgenen Atmosphäre einer Klinik. Weiter werden klassische und moderne Verfahren der physikalischen Medizin angewendet, d.h. Kneipp-Therapie, Bewegungstherapie, Massagen, Lymphdrainage, Shiatsu etc. und vor allem das moderne und hochwirksame Verfahren der auch Japan stammenden Tiefkältetherapie.

BIO: Kann man von Erfolgen sprechen, die man nicht für möglich hielt?

Dr. Zimmermann: Da unsere Patienten dies tun, oft frustriert durch lange Vorbehandlungen mit den üblichen symptomatischen Methoden, sehe ich keinen Anlass das nicht auch zu unterstreichen.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, wir danken Ihnen sehr herzlich für das interessante Gespräch, das sicherlich vielen Menschen wieder neue Hoffnung zu geben vermag.


Zusammenhänge, die jeder kennen sollte

Unter Allergien leiden hierzulande schon Millionen. Und täglich werden es mehr. Unsere moderne Umwelt mit unzähligen Stoffen, die unserem Organismus abträglich sind, ist wohl der Hauptübeltäter. Dazu kommen seelische Überlastung, Hektik und ein für viele zunehmend härter werdender Existenzkampf. Diesem Dauerstress sind heute immer weniger Menschen gewachsen. Dr. med. Michael Zimmermann sieht trotzdem Hoffnung.

BIO: Unter Neurodermitis mit ihren heftig juckenden Ekzemen leiden heute schon Kleinkinder. Eine Qual nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Eltern, die oft mit ansehen müssen, wie geplagt ihre Kinder sind. Was weiß man heute über die Entstehung der Neurodermitis?

Dr. Zimmermann: Trotz allen wissenschaftlichen und praktischen Fortschrittes, stellt diese überaus quälende entzündlich-allergische Hautkrankheit den Dermatologen vor unüberwindliche Probleme, ja, sie scheint der Schulmedizin zunehmend zu entgleiten. Weltweit hat sie denn auch beträchtlich zugenommen. Doch nach wie vor liegt ihre Entstehung für die übliche Medizin im Dunkeln. Man vermutet erbliche Zusammenhänge, nimmt an, dass sie durch „emotionalen Stress“ verursacht wird. Wenn das jedoch stimmt, müssten alle Menschen daran erkranken. Nur allzu leicht gerät man in diese „psychosomatische Falle“, weil Allergien über das Nerven- und Hormonsystem auch das Gemüt beeinflussen und tatsächlich einen solchen Zusammenhang nahe legen können.

BIO: Welche Auslöser kommen sonst noch infrage? Welche Bedeutung kommt insbesondere einer gestörten Darmflora zu, von der ja ebenfalls immer mehr Menschen betroffen sind?

Dr. Zimmermann: Ich glaube, wir sollten uns hier vor allem an die wissenschaftliche Tatsache halten, dass das Immunsystem zu über 80 % im Darm lokalisiert ist. Nun handelt es sich bei Allergien um krankhafte Fehlreaktionen des Immunsystems, was bedeutet, dass man dem Verdauungssystem bei allen (!) allergischen Erkrankungen, so auch bei der Neurodermitis, besondere Aufmerksamkeit widmen sollte.

So weiß man heute, dass bei über 80 % der Betroffenen der Hefepilz Candida albicans im Darm vorliegt – sicher auch mit eine Folge des unkritischen Gebrauchs von Antibiotika sowie des hohen Zuckerverbrauchs, welche letzten Endes eine Immunitätsschwäche des Darmes bewirken, die wiederum Candida mit allen Folgeerscheinungen begünstigt.

Diese Candida-Toxine, Gifte also, irritieren in hohem Maße das darmständige Immunsystem, was zu einer Schwächung oder zu einer  Überreizung führt, eben zur so genannten Allergie. So kommt es zunächst zu einer falschen Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Lebensmittel, vor allem Milch. Doch testen wir einen solchen Allergiker nur gründlich genug aus, so finden wir nicht selten Unverträglichkeiten von 150-200 Lebensmitteln und mehr, so dass der betreffende Mensch eigentlich überhaupt nichts mehr essen dürfte.

Törichterweise betrachten wir also die Lebensmittel als Ursache des Leidens und vergessen ganz die gestörte Immunfunktion, vergessen völlig den kranken Darm, den man durchaus beruhigen könnte!

Warum unser Immunsystem immer anfälliger wird

BIO: Nun sind ja auch Ekzeme, chronischer Schnupfen und Asthma „allergische“ Beschwerden. Gilt auch für diese Leiden das oben Gesagte?

Dr. Zimmermann: Ganz unbedingt, obwohl man sie als lokale Krankheiten zu betrachten pflegt und sie leider nicht im Zusammenhang mit dem Immunsystem des Darmes sieht. Doch es geht weiter. Auch bei vielen rheumatischen Leiden – wir sprachen darüber in einer letzten Ausgabe von BIO – handelt es sich letztlich um so genannte Auto-Immun-Mechanismen. Vielleicht ist die Zeit nicht mehr fern, in der man auch die Migräne in diesem Zusammenhang betrachtet, die Multiple Sklerose, den Krebs und zahlreiche andere Problemleiden, deren Ursachen bis heute als unbekannt gelten.

BIO: Das sind natürlich Gesichtspunkte von ungeahnter Tragweite – bieten sie doch einen therapeutischen Ansatz, solche Leiden durch eine Darmsanierung endlich ursächlich angehen zu können.

Dr. Zimmermann: Das ist richtig. Allerdings dürfen wir nun unsererseits nicht den Fehler machen, andere das Immunsystem schädigende Faktoren zu unterschätzen. Wir sprachen bereits die Umweltgifte an, den Stress und die Überforderung. Hinzufügen möchte ich die Ausdünnung der Ozonschicht in der Stratosphäre, was sich äußerst nachteilig auf unser Immunsystem auswirkt: Es gelangt mehr ultraviolette Strahlung zur Erde, was letzen Endes die Funktion der Killerzellen des Immunsystems beeinträchtigt.

Und vergessen wir auch nicht unsere „hausgemachten“ Schäden durch unüberlegte Nahrungsauswahl, wobei der Begriff „gesunde“ Nahrung (Rohkost, Körnern, Salate, Obst…) sehr relativ sein kann, wenn man andererseits einen müden, ausgelaugten und erschlafften Darm hat mit einer mangelhaften Drüsenfunktion. Das vermag den Wert einer „gesunden“ Nahrung ins genaue Gegenteil zu kehren. Diese Problematik haben wir ja schon des Öfteren in BIO SPEZIAL erörtert. Aufschlussreich ist daher auch die Beobachtung, dass Allergien unter „Gesundköstlern“ weit verbreitet sind – als Folge einer Überreizung des Verdauungssystems.

BIO: Welche Anzeichen können aus Ihrer Sicht des Fachmanns darüber Aufschluss geben, ob der Darm und insbesondere die Darmflora gestört ist, also „Dysbiose“ vorliegt?

Dr. Zimmermann: Hierzu haben wir eine Fülle mikrobiologischer Untersuchungen, welche darüber Aufschluss geben können. Abgesehen davon, dass nur recht wenig gesichertes Wissen über eine optimale Darmflora besteht, sind diese Untersuchungen allerdings mit einem entscheidenden Nachteil behaftet: es wird ein Dickdarmstuhl untersucht, der über die Beschaffenheit des Dünndarms nur Unzureichendes aussagt. Dort jedoch spielt sich der eigentliche Stoffwechsel ab. Dort sollten vergleichsweise sterile Bedingungen herrschen, die auch keine Gasbildung aufkommen lassen. Letzteres kann man darum geradezu als ein Kriterium für eine Dysbiose des Dünndarms betrachten – und zwar ohne aufwendige Untersuchungen, die bekanntermaßen dann doch keine vernünftige Konsequenz haben! Denn es hat sich längst erwiesen, dass jegliche medikamentöse Behandlung dieses hochsensible und im Grunde noch viel zu wenig bekannte Milieu der Darmflora nur äußerst unzufrieden stellend zu korrigieren vermag. Handelt es sich doch um zumindest 500 verschiedene Keime!

Darum sind wir bemüht, die immerhin größte Kontaktfläche unseres Organismus‘ mit der Umwelt, und das ist nicht die Haut, sonder die Darmschleimhaut – den Hauptsitz unserer Immunität – in ihren Funktionen zu verbessern. Das heißt im weitesten Sinne Medizin nach Dr. F. X. Mayr, der bereits vor Jahrzehnten modernste wissenschaftliche Erkenntnisse unserer Zeit über die Funktion von Darm, Drüsen und Immunsystem praktisch vorweggenommen hat. Seine wahre Bedeutung liegt jedoch darin, dass er erstmals eine Möglichkeit geschaffen hat, die Gesundheit wirklich zu bewerten, eine Diagnostik der Gesundheit also. Denn dass Beschwerdefreiheit und normale Laborwerte kein Zeichen von Gesundheit sein müssen, wissen wir längst, z.B. von Patienten mit Herzinfarkt oder mit Krebs.

Was sind also die Kriterien der wahren Gesundheit? Hier vermag die so genannte Gesundheitsdiagnostik nach Dr. F. X. Mayr Wegweisendes zu leisten, nämlich Störungen des  Organismus schon in einem sehr frühen Stadium zu erkennen. Wenn noch keine unmittelbaren Krankheitszeichen bestehen und noch keine messbaren Veränderungen der üblichen Parameter von Labor usw. vorliegen. Insbesondere erweist sich dann so gut wie immer der Verdauungstrakt als sanierungsbedürftig.

BIO: Aus langjähriger Praxis sind Ihnen eine Reihe wirksamer Maßnahmen bekannt, um eine gründliche Darmsanierung zu erzielen. Welche sind das im Einzelnen? Immer wieder werden wir von den Lesern nach den Schritten dieser Therapie gefragt.

Dr. Zimmermann: Unsere Therapie orientiert sich in erster Linie an der Schonung von Darm und Drüsen durch Meidung reizhaltiger Lebensmittel im schon angesprochenen Sinne. Hierzu ist leichtverdauliche Kost, sorgfältige Zubereitung der Nahrung und insbesondere Esskultur durch gründlichstes Kauen und Einspeicheln erforderlich. Das muss regelrecht neu gelernt werden! Die stärkste Form der Schonung ist hierbei das Heilfasten, zur Ruhigstellung der überforderten Darm- und Drüsenfunktionen.

Der zweite Schritt ist die Reinigung des oft erheblich verschmutzten Darmes mittels bestimmter Salzlösungen. Denn es hat sich längst gezeigt, dass die gängigen Antipilz-Medikamente alleine vielfach nicht in der Lage sind, die in den Tiefen der Darmzotten anhaftenden Pilzkolonien dauerhaft zu beseitigen. Die benötigte Dosis müsste so hoch sein, dass sie schon wieder giftig wäre. Weiter haben sich als unterstützende Maßnahmen regelmäßige Einläufe und insbesondere die Colon-Hydro-Therapie bewährt, über die BIO-SPEZIAL schon berichtet hat. Diese aus der Weltraumtechnik stammende Spülung des Darmes mittels eines speziellen Gerätes gestattet eine gefahr- und schmerzlose Reinigung vor allem bei therapieresistenten Krankheitsfällen.

Der dritte Schritt zielt auf eine umfassende Schulung des Patienten über Verhaltensweise und Nahrung ab, was jedoch nie zu einer dauerhaften Diät im Sinne von Enthaltung führen sollte; weil es zum einen nichts hilft und zum anderen psychisch fixierte Muster und durchaus auch Mangelzustände entstehen könnten. Wir streben vielmehr an, Verträglichkeit und Verwertbarkeit einer gängigen, allerdings biologisch hochwertig orientierten Ernährung zu erreichen und auf diese Weise die Gesundheit zu stabilisieren.

BIO: Und das scheint Ihnen mit einem engagierten Ärzte- und Therapeutenteam ja zu gelingen. Denn häufig erfahren wir von unseren Lesern, dass eine derartige Behandlung nicht nur die genannten Leiden gut zu beeinflussen vermag, sondern darüber hinaus auch zu einer grundlegenden Verbesserung des Allgemeinbefindens führt. Sie berichten, dass sie sich leistungsfähiger, energiegeladener, einfach viel vitaler fühlen. Herr Dr. Zimmermann wir danken Ihnen sehr herzlich für das informative Gespräch!


Zu fette, ballaststoffarme Ernährung, Antibiotika, Stress und Umweltgifte sorgen dafür, dass Gärungs- und Fäulnisprozesse im Darm zunehmen und die Darmwand mit krankmachenden Keimen besiedelt werden kann. Wie stark die Darmgesundheit das Immun- und Stoffwechselgeschehen sowie das gesamte Wohlbefinden beeinflusst, zeigen die enormen Besserungen durch Darmsanierung wie die Mayr-Therapie.

Der Naturarzt befragte Dr. med. Michael Zimmermann, der als Mayr-Arzt seit 1983 eine Klinik für chronische, therapieresistente Krankheiten leitet, über den Stand der Darmdiagnostik und -therapie.

Naturarzt: Der Ausspruch: „Der Tod sitzt im Darm“, der mindestens einem halben Dutzend Leuten der Medizingeschichte zugeschrieben wird sorgte vor gut zehn Jahren auch in der Laienpresse für erhebliche Furore. Das Wort „Darmsanierung“ war plötzlich in aller Munde. Im Jahr 1992 führten wir bereits ein Gespräch zu dieser Thematik. Gibt es neue Erkenntnisse aus den letzten Jahren, welche die Bedeutung des Darmes als Zentralorgan für Stoffwechsel- und Immunsystem aus Ihrer Sicht nachhaltig unterstreichen? Denn: In der klinischen Medizin werden Begriffe wie „Darmsanierung“ nach wie vor belächelt!

Dr. Zimmermann: Im Japanischen bedeutet der Begriff „Hara“ (woraus sich auch Harakiri ableitet), sowohl „Bauch“ als auch „Darm“ oder „Seele“. Ganz offensichtlich bestimmt der „Bauch“ in weit größerem Ausmaß über unser Wohl und Wehe, als man bisher für möglich gehalten hatte. Dies untermauern auch neue Erkenntnisse über das riesige Nervengeflecht des Magen-Darmtrakts aus über hundert Millionen Nervenzellen sowie lebenswichtige Stoffwechselprozesse.

Anfang 2003 berichtete Late-Night-Unterhalter Harald Schmidt in einer vielbeachteten Sendung geradezu enthusiastisch über den persönlichen Erfolg einer Darmsanierung nach Dr. F. X. Mayr, beklagte allerdings auch das Imageproblem und die Tabuisierung des Darmes in Medizin und Gesellschaft. Seitdem scheint das Eis gebrochen, die Medien haben das Thema in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Viele Menschen haben die Bedeutung des Verdauungssystems erkannt. Die medizinische Praxis bleibt davon allerdings erstaunlich unberührt. Denn nach wie vor werden Abwehrschwäche und Krebsanfälligkeit, Allergien und selbst Autoimmunerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Polyarthritis („Rheuma“) oder auch die Multiple Sklerose als eigenständige Krankheiten betrachtet, statt die möglicherweise zugrunde liegende Darmstörung berücksichtigen.

Naturarzt: Im Rahmen darmsanierender Maßnahmen wird gerne die Colon-Hydro-Therapie zur schonenden Spülung des Darmes eingesetzt. Nun behaupten Kritiker, dadurch werde die gesunde Darmflora beseitigt mit erheblichen gesundheitlichen Konsequenzen. Wie sehen Sie diese Sachlage?

Dr. Zimmermann: Niemand findet etwas dabei, den Mund, also den Beginn des Verdauungstraktes täglich sorgfältig zu reinigen und schreckt dabei auch nicht vor antimikrobiellen Zahnpasten und Mundwässern zurück, welche die Mundflora schädigen. Auf der anderen Seite macht man sich Gedanken, ob es sinnvoll oder gar schädlich ist, das andere Ende des Darms, wo bereits eine starke Zersetzung der Nahrung mit Bildung von Gärungs- und Fäulnisprodukten erfolgt ist, mit bloßem Wasser zu reinigen. Tatsächlich ist die Darmreinigung genauso wichtig wie Zähneputzen. Immerhin sagt die Statistik, dass in den unteren Darmabschnitten Sigma- und Enddarm weit über die Hälfte aller Darmkrebse vorkommen, und dass in Deutschland alle 20 Minuten ein neues Enddarmkarzinom auftritt. Müsste es nicht jedermann einleuchten, dass darum zumindest der Enddarm selbst mit einem Einlaufgerät gespült werden sollte? Diese im Grunde einfachen Maßnahmen machen manchem Arztbesuch oder mache Medikamente buchstäblich überflüssig, weil damit die oft bestehende Selbstvergiftung aus dem Darm reduziert oder abgestellt wird.

Durch eine sachgemäß durchgeführte Darmspülung besteht keine Gefahr für eine gefährliche Deziminierung der Darmflora, allenfalls die Chance einer sinnvollen Ausschwemmung einer gestörten Flora. Daher fühlen sich die Menschen nach der Behandlung wesentlich besser, und zwar nicht nur im Bauch, sondern auch im Hinblick auf die vom gestörten Darm ausgehenden Beschwerden: Kopfschmerz und Migräne, chronische Müdigkeit, Herzbeschwerden der verschiedensten Art, Hauterkrankungen, Allergien, rheumatische Beschwerden, vielfach sogar unbegründete Depressionen bessern sich oder verschwinden.

Naturarzt: Immer mehr Menschen leiden an Reizdarmsyndromen, die der üblichen gastroenterologischen Diagnostik kaum zugänglich sind. Magen – und Darmspiegelungen bringen keine Ergebnisse, auch Laboruntersuchungen führen oft nicht zu durchschlagenden Resultaten. Welche Strategie setzen Sie bei derartig betroffenen Patienten, die häufig einen hohen Leidensdruck aufweisen ein?

Dr. Zimmermann: Als überzeugter Mayr-Arzt mit langjähriger Erfahrung rate ich hier zu den Prinzipien der Schonung, der Säuberung und der Schulung der Verdauungsorgane, was nahezu immer zufrieden stellende bis gute Ergebnisse mit sich bringt. Die Schonung erfolgt mittels einer ausgesprochen leicht verdaulichen Kost, welche dem Darm und seinen Drüsen Leber und Bauchspeicheldrüse keine große Leistung abfordert. Alles Schwerverdauliche wie Vollkornprodukte, Salat, Obst und Säfte ist hier ungeeignet. Stattdessen sollte eine schonend gegarte Kost bevorzugt werden, wie es uns übrigens die Asiaten seit Jahrtausenden vormachen, Dort gibt es nahezu nichts Rohes und Unzubereitetes.

Hierzu sind heute außerordentlich praktische drucklose Dampfgarer verschiedener Hersteller auf dem Markt. Ferner legen wir größten Wert auf sorgfältiges Kauen und Einspeicheln; denn, was hier versäumt wird, kann im weiteren Verdauungsverlauf nicht wettgemacht werden, obwohl der Körper versucht, die schlecht gekauten Brocken mit einer verstärkten Bildung von Magensäure noch halbwegs aufzulösen. Das Ergebnis sehen wir an unseren Patienten, von denen nahezu jeder Dritte über Aufstoßen und Sodbrennen klagt. Das Mittel der Wahl wäre nicht ein Säureblocker oder Antacida, sondern der ärztliche Rat zur Esskultur.

Die Säuberung erfolgt am besten mittels Anregung der Selbstreinigungskraft des Darmes, welche bei den meisten Menschen daniederliegt. Hier  helfen Bitterstoffe wie milde Bittersalzlösungen, welche reflektorisch den Gallenfluß aus der Leber anregen. So kommt es zu einer milden, jedoch gründlichen Reinigung des gesamten Darmes, und zwar auch des etwa acht Meter langen Dünndarms, welcher der Colon-Hydro-Therapie nicht zugänglich ist. Auf gut Deutsch, es kommt zu einem reinigenden Durchfall. Ergänzend helfen Einläufe und die außerordentlich wohltuenden Colon-Hydro-Therapie.

Maßgeblich unterstützt wird diese „Schulung der Verdauungsorgane“ durch die ärztliche Organbehandlung. Der Mayr-Arzt behandelt dabei im Sinne des Wortes mit seinen Händen den Leib seiner Patienten, was zu einer  äußerst angenehmen Entkrampfung, Entstauung, Tonisierung und Durchblutung führt. Unsere Patienten sind der Ansicht: Man vergisst eine solche Organbehandlung nicht.

Naturarzt: Wir kennen die F.X. Mayr-Kur seit Jahrzehnten als eine hervorragende apparatefreie Möglichkeit der Darmdiagnostik und auch -therapie. Mit welcher Hauptstrategie arbeitet die Behandlung?

Dr. Zimmermann: Grundlage und Voraussetzung der Mayr-Kur ist die so genannte Diagnostik nach F. X. Mayr, in der Tat eine verblüffende Möglichkeit, Störungen und Krankheiten bereits lange vor deren Manifestation wahrzunehmen. Und hier gibt es für den Mayr-Kundigen vieles zu sehen: zum Beispiel an der Haltung eines Menschen, an der Form der Wirbelsäule, der Ausprägung des Brustkorbes, der Beschaffenheit und des Tonus der Haut und Schleimhäute, der Nägel und der Haare, dem Glanzgrad der Augen usw.

Durch Schutzhaltung wird den inneren Organen mehr Raum geschaffen: Etwa durch einen Schulterhochstand rechts, um die Leber zu entlasten; oder durch eine globale Hochhaltung oder Aufspreizung des Brustkorbes, so dass die untere Brustkorböffnung immer breiter und ausladender wird. So wird sich der Winkel zwischen den unteren gegenüberliegenden Rippenpaaren, der idealerweise bei 30 Grad liegt, bis auf 90 Grad und mehr erweitern. Eine so augenfällige und messbare Tatsache fällt freilich dem üblichen Mediziner nicht einmal auf. Eine beliebte Form der Raumschaffung für die Verdauungs- und Unterleibsorgane ist vor allem bei Frauen die Beckenkippung, welche zwar eine Entlastung, aber auch ein Hohlkreuz bewirkt, mit den entsprechenden negativen Auswirkungen wie vermehrter Belastung und frühzeitigem „Verschleiß“ der Hüftgelenke, aber auch einer Fehlbelastung der Knie und der Fußgelenke.

Naturarzt: Ist die Nachfrage nach F.X. Mayr-Kuren in den letzten Jahren eher gewachsen oder hat sie abgenommen?

Dr. Zimmermann: Der klassische Mayr-Patient ist ein treuer Patient. Vielfach handelt es sich dabei um Menschen, welche langjährige Beschwerden und Krankheiten auch schwerer Art durch eine solche Behandlung verloren haben und die Therapie in regelmäßigen Abständen wiederholen – und wenn es nur eine Woche ist – um sich das gute Lebensgefühl zu bewahren und zu vertiefen.

Aufgrund des zunehmenden Gesundheitsverfalls und aufgrund der Wirksamkeit der Mayr-Therapie verzeichnen wir eine stetige Zunahme der Nachfrage.

Naturarzt: Zwischen den „Mayr-Ärzten“ und den „Buchinger-Fastenärzten“ bestehen häufig erhebliche Meinungsunterschiede. Letztendlich haben ja beide das Ziel, eine nachhaltige Stoffwechselentlastung zu betreiben, sicherlich mit unterschiedlichen Akzentsetzungen. Sind die Differenzen inzwischen überbrückt?

Dr. Zimmermann: Ich möchte in keinem Fall von einer Rivalität sprechen, da im Rahmen eines konstruktiven Miteinanders das gleiche Ziel verfolgt wird. Das verbindende Moment ist hier die Versbesserung der Verdauungsorgane durch Nahrungsenthaltung in Form des Heilfastens, welches auch bei uns Mayr-Ärzten als die stärkste Waffe gegen die Krankheit gilt; sozusagen der schnelle, aber auch anstrengende und unter Umständen gefährliche Weg über die Steilwand, um schnell das Ziel zu erreichen. Allerdings kann und darf unserer Ansicht nach keineswegs jedermann fasten, da mancher unter Umständen überfordert wird. Je vitaler ein Mensch ist, desto strenger darf der Weg sein, zum Beispiel mittels Heilfasten. Andererseits muß ein Mensch, welcher sehr schlank oder geschwächt ist, sehr viel schonender behandelt werden, etwa mit einer leichten Diätetik, bei welcher größter Wert auf eine gute Esskultur gelegt wird mit sorgfältigem Kauen und Einspeicheln. Bemerkenswerterweise haben wir Mayr-Ärzte überwiegend schlanke oder sogar untergewichtige Patienten, welche uns, häufig bereits schwerkrank, aufgrund der unterschiedlichsten Beschwerden und Leiden aufsuchen und denen mit der Mayr-Medizin oft wunderbar geholfen werden kann. Eine Besonderheit der Mayr-Therapie ist weiterhin die vorhin besprochene ärztliche Organbehandlung.

Naturarzt: Sie kennen die These, dass angeblich nur eine naturbelassene Rohkosternährung noch alle Inhaltsstoffe enthalte und deswegen die allein gesundmachende Kost sei. Diese Auffassung widerspricht vollkommen der These der Mayr-Ärzte, derzufolge die Kost unbedingt auf Bekömmlichkeit getrimmt sein muss, also erwärmt bzw. zubereitet werden sollte. Ist dies nicht eine Frage der Konstitution bzw. liegt die Wahrheit nicht irgendwo dazwischen?

Dr. Zimmermann: Wir sind uns sicherlich darin einig, dass es „die allein selig machende Nahrung“ einfach nicht geben kann. Ernährung ist immer eine individuelle Angelegenheit, unter anderem abhängig von Konstitution, dem Alter, der körperlichen Tätigkeit, dem Zustand der Verdauungsorgane und der Esskultur. Das Sprichwort bringt es auch hier auf den Punkt: „Was der Schmied verträgt zerreißt den Schneider!“ wenn man sich die oft katastrophalen Untersuchungsbefunde von Darmspiegelungen betrachtet, so finden wir allerdings zahlreiche „Schneider“, aufgrund Erschlaffung und Überdehnung der Därme, oft mit Polypen oder Aussackungen übersät. Hier leuchtet jedermann ein, dass solche Menschen eine leicht verdauliche, am besten schonend gegarte Kost benötigen, welche möglichst keine (immer krankhafte) Gasbildung bewirkt.

Wir stellen fest, dass der sich mit Rohkost oder Vollwertkost ernährende Mensch oft nicht gesund aussieht und auch nicht als gesund bezeichnet werden kann. Oft muss man sogar mit Erschrecken erkennen, dass solche gesundheitsbeweißten Menschen eine auffallend frühe Alterung der Haut und der Gewebe aufweisen und über eine Vielzahl von Unverträglichkeiten klagen. Da kann einfach etwas nicht stimmen!

Irritierend dabei ist, dass diese Menschen oft ganz genau spüren, wie schlecht ihnen die Rohkost bekommt, dass sie alkoholisch gärt, ihnen den Leib auftreibt und oft heftige Beschwerden bewirkt. Trotzdem isst man auf gewohnte Weise weiter, weil man die Theorie über die eigene Wahrnehmung stellt.

Naturarzt: Wenn Sie eine Hitliste der drei wichtigsten Indikationen aufstellen sollten, für die sich die Durchführung der F.X. Mayr Therapie besonders eignet. Welche wären – ganz spontan- die Top drei?

Dr. Zimmermann: In erster Linie profitieren die unmittelbar unter Bauchbeschwerden Leidenden, ob dies nun Nahrungmittelunverträglichkeiten, Verstopfung, breiige Stühle, Durchfälle oder quälende Gasbildung mit Auftreibung und oft schmerzhafter Schwellung des Leibes betrifft. Diese Menschen fühlen sich zumeist wie erlöst. Dann die durch Kopfschmerz und Migräne gepeinigten Menschen, deren Lebensqualität oft auf dem Nullpunkt angelangt ist. Ebenso die Allergiker, ob sie nun unter Heuschnupfen, dermatologischen Allergien oder Autoimmunerkrankungen, wie Colitis ulcerosa oder entzündlichem Rheuma leiden. Wir behandeln dabei ausdrücklich nicht spezifische Krankheiten, sondern den erkrankten Menschen, dessen Gesundheit nun eben in seinem Verdauungssystem wurzelt.


 Durch Darmreinigung von quälender Migräne befreit

Leiden Sie unter Migräne? Wenn nicht, dann können Sie froh sein! Millionen von Deutschen (überwiegend Frauen) kennen diese regelmäßig auftretenden halbseitigen Kopfschmerzen, die absolut lähmend wirken und einem ganz und gar die Lebenslust nehmen können. Nach den Erfahrungen von Herrn Dr. Zimmermann sind durch eine gründliche Darmsanierung schon viele Menschen ihre jahrelangen Migräneanfälle für immer losgeworden.

Sie hat mal wieder ihre Migräne, heißt es oft spöttisch und ungläubig. Denn für Außenstehende ist es zumeist völlig unbegreiflich, wie sich ein sonst gut gelaunter und aktiver Mitmensch ohne ersichtlichen Grund plötzlich in ein zerquältes, lichtscheues und pessimistisches Nervenbündel verwandeln kann.

Wer allerdings selbst davon geplagt wurde oder wird, der weiß, dass solcher Spott völlig unangebracht ist. Zu den unangenehmen Begleiterscheinungen gehören nicht nur die bohrenden Schmerzen. Auch Schwindel, Erbrechen, Durchfälle, Ekel vor jeder Nahrung treten häufig auf. Und vor allem der Mangel an Motivation: Nichts macht mehr Spaß, menschlicher Kontakt wird als störend empfunden.

„Rückvergiftung“, eine Ursache für Migräne

Was viele nicht wissen: Sehr oft steht Migräne direkt mit einer mangelhaften Entgiftung und Entschlackung des Körpers in Zusammenhang.

Und zwar deshalb, weil der Darm – jenes Organ, das eigentlich dafür zuständig wäre, Giftstoffe auszuscheiden – nicht richtig arbeitet. Überall im Körper fällt ständig „Müll“ an: Abgestorbene Zellen, die inzwischen durch neue ersetzt sind, Viren und Bakterien, die durch Antikörper und Fresszellen unschädlich gemacht werden, Umweltgifte, die vom Immunsystem erkannt und neutralisiert werden. Von all diesen Rückständen, „Schlacken“, muss sich der Organismus wieder befreien. Und das geschieht im Wesentlichen über den Darm. Doch der ist überfordert. Durch falsche Essgewohnheiten: „Zu viel, zu oft, zu hastig, zur falschen Zeit.“ Ein kranker Darm scheidet die Schlacken nicht mehr vollständig aus, wie er sollte, sondern führt sie teilweise wieder dem Organismus zu. Es kommt zur sogenannten „Rückvergiftung“.

In der am Rande der Rheinebene gelegenen Privatklinik Zimmermann werden diese Zusammenhänge klar erkannt. Dr. med. Michael Zimmermann, Chefarzt des Hauses, sagt: „Ein großer Teil des Immunsystems befindet sich im Darm. Leider ist dessen Funktion heutzutage bei sehr vielen Menschen gestört. Die Migräne ist eine typische Folge der Selbstvergiftung des Organismus.“ Dr. Zimmermann plädiert dafür, das Übel an der Wurzel zu packen, nicht einfach durch Schmerztabletten die Symptome zu vertuschen. Deshalb verordnet er bei Migräne zunächst immer eine gründliche Darmsanierung. Hier hat sich eine Kombination alter und neuer Naturheilverfahren ausgezeichnet bewährt. So die Therapie nach Dr. F. X. Mayr, unterstützt durch Darmspülungen mit einer neu entwickelten besonders effektiven und wohltuenden Methode.

Und was kaum einer der geplagten Patienten noch für möglich hält, geschieht tatsächlich: Die Migräneanfälle gehen meist noch während der Kur deutlich zurück. Und bleiben dann – bei entsprechender darmschonender Ernährung- schließlich ganz aus.

„Schmerzen wie weggeblasen“

Hier ein typischer Fall: Frau Katharina Breier (Name geändert) aus Würzburg berichtet:

„Ich bin 48 Jahre, Krankenschwester, verheiratet und habe drei Kinder. Seit meinem elften Lebensjahr litt ich unter Migräne. Mittlerweile hatten sich die Schmerzen gesteigert. Ich kam völlig fertig – auch mit der Welt fertig – hier in Überlingen (Klinik Zimmermann, bevor sie nach Badenweiler zog) an. Mein Bauch war dick, gebläht und schmerzte. Fast täglich hatte ich starke Migräneanfälle. Tagtäglich ein bis  zwei Zäpfchen und zusätzlich Novalgin-Tropfen. Ich konnte ja nicht dauernd bei der Arbeit fehlen, also unterdrückte ich die Anfälle durch Medikamente.

Am zweiten Tag der Kur bekam ich die neuentwickelte Darmspülung. Zu meiner großen Begeisterung waren danach die Kopfschmerzen wie weggeblasen. In der Folge lebte ich hier praktisch ohne Migräne, mit viel Ruhe, Liegen und Ausruhen. Allen andern Gästen der Klinik Zimmermann möchte ich wünschen, durchzuhalten und alle Ratschläge des erfahrenen und liebenswürdigen Teams zu befolgen. Es lohnt sich, denn es wird Ihnen geholfen. Ich jedenfalls fühle mich nach der Kur nicht mehr so schlapp, frischer, und vor allem ist meine Migräne weg. Vielleicht sogar für immer. Unvorstellbar!

Man kann sich nach all dem Erlebten nur fragen, warum es immer noch relativ unbekannt ist, dass so viele Krankheiten durch den geschädigten Darm verursacht werden.“

Bio-Mitarbeiter Chefarzt Dr. med. Michael Zimmermann hat es zu oft in seiner Klinik erlebt: Es sind in zunehmendem Maße Menschen in den Vierzigern, Fünfzigern, die über ein Gefühl des Ausgebranntseins klagen. Häufig in ihrem Beruf besonders erfolgreiche Menschen, die über mangelnde Konzentrationsfähigkeit, schwindende Tatkraft und Belastbarkeit in Sorge geraten. Dabei sind es selten wirkliche Vorboten des Alters, vielmehr oft ein falscher Lebens- und Ernährungsstil, der körperliche und nervliche Kräfte schwinden lässt. Im BIO-Gespräch geht Herr Dr. Zimmermann auf die wichtigsten Fragen ein.

BIO: Es ist eine Tatsache, dass mit dem Fortschreiten der Jahre die Verschlackung der Gewebe zunimmt. Manche Forscher sehen darin die Ursache des Alterns überhaupt. Wie kann man diesen Prozess verlangsamen, vielleicht sogar aufhalten?

Dr. Zimmermann: Viele Patienten suchen uns mit dem ausdrücklichen Wunsch einer körperlichen Entschlackung auf, da sie die von Ihnen geschilderten Beschwerden, jedoch auch alle anderen Leiden ganz selbstverständlich mit einer „Verschlackung“ verbinden.

Nun stammt der Begriff „Schlacke“ aus der Hochofentechnik und stellt das Abfallprodukt beim Einschmelzen von Eisenerz dar. Man hat also ein bekanntes Phänomen der Technik auf das Leben übertragen, um sich eine plastische Vorstellung von den Vorgängen des Krankwerdens zu verschaffen. Diese Auffassung wird allerdings von der üblichen Medizin nicht geteilt, da man auf dem durchaus unwissenschaftlichen Standpunkt steht, es gebe im Körper keine Schlacken. Doch was sind arteriosklerotische Ablagerungen in den Gefäßen anders als unvollständig verarbeitete Stoffwechselprodukte-Schlacken also – oder Gallensteine, Nierensteine, die Linsentrübung des Auges, rheumatische Erkrankungen usw.?

Wenn es keine Verschlackung gibt, dann natürlich auch keine Entschlackung – so die gängige Meinung in der Medizin und wir verstehen nun die fatalistische Meinung, bei vielen Leiden, wie auch beim Krebs etc., handele es sich um zwangsläufig auftretende Erkrankungen der zunehmenden Lebensjahre. Man blickt dabei vollkommen über die Tatsache hinweg, dass es durchaus auch Menschen gibt, welche nicht an diesen Altersleiden erkranken und vital die reifsten Jahre erleben, wenn das auch immer seltener der Fall ist. Vielmehr treten diese Beschwerden heute in immer jüngeren Jahren auf, weil wir in der Tat tief greifend „verschlackt“ sind.

Der biologisch orientierte Mediziner befindet sich mit dieser Sichtweise auf festem, also wissenschaftlichem Boden, da wohl bekannt ist, dass den Eingeweidetrakt sehr vieler Menschen in gröbster Weise verschmutzt ist. Dies wiederum bildet die Voraussetzung einer regelrechten Kettenreaktion, welche mit einer bakteriellen Zersetzung unverdauter Nahrungsstoffe beginnt. Hierbei entstehen höchst giftige Substanzen, welche in den Blutstrom übertreten. Das bezeichnet man als Intoxikation, als Vergiftung also.

Organe und Gewebe ersticken im eigenen Müll

Man weiß hier sehr genau um die Giftwirkung dieser Substanzen, welche im ganzen Körper nachgewiesen werden können. Betroffen sind die Leber, das Blut das Immunsystem, die Nerven, jede Zelle und man kennt auch die krebserzeugende Wirkung dieser Stoffe, die den gesamten Zellstoffwechsel stören und so für weitere Entgleisungen sorgen:

Es bilden sich überschießende körpereigene Stoffwechsel-Zwischenprodukte, welche der Organismus nicht mehr zu verarbeiten und auszuscheiden vermag. In der Folge kommt es zu Ablagerungen in den Gefäßen, zu einer Verschmutzung des Bindegewebes, das die Transitstrecke zur Versorgung der Organe darstellt. Aber auch zur Beeinträchtigungen der Muskeln und Gelenke, die sich im weiteren Verlauf regelrecht durch ihre eigenen Stoffwechselprodukte vergiften, welche nicht mehr abgeleitet werden können.

Organe und Gewebe ersticken also wie unsere Zivilisation regelrecht im eigenen Müll! Zellen erkranken und werden frühzeitig abgebaut, ohne dass ein entsprechender Abtransport, eine Entsorgung erfolgte. Eine regelrechte Zeitbombe entwickelt sich.

Die oft subtilen Vorstufen fühlen heute nur allzu viele Menschen als allgemeine Zerschlagenheit, unnatürliche Müdigkeit, Lebensüberdruss oder als ein unbestimmtes Krankheitsgefühl, ohne dass bereits eine entsprechende Krankheit oder Veränderung des Blutbildes nachgewiesen werden könnten.

Man neigt nun leicht dazu, diese allein äußeren Umstände anzulasten, der Überforderung, dem Stress und vor allem der Belastung der Umwelt. So ist bekannt, dass bereits ein Neugeborenes erheblichste Giftmengen in seinem kleinen Körper angehäuft hat. Deutsche Kinder sind übrigens internationale Spitzenreiter, was die Belastung mit den hochgiftigen polychlorierten Biphenylen, DDT usw. anbelangt.

All das sind wichtige Faktoren, welchen unbedingt energisch entgegengewirkt werden muss. Allerdings erfordert es zumindest viele Jahrzehnte, um hier eine spürbare Entlastung zu bewirken. So erscheint diese Belastung von untergeordneter Bedeutung angesichts der unmittelbaren Schädigung aus unserem Inneren, der intestinalen Autointoxikation, der Selbstvergiftung aus dem Darm mit allen geschilderten Folgen verheerender Natur.

BIO: Was ist also zu tun, um hier eine Entlastung zu bewirken? Sollten wir uns, wenn wir älter werden, ernährungsmäßig umstellen? Wenn man den Kalorienverbrauch eines Normalbürgers betrachtet, essen wir alle viel zu viel. Gibt es eine Regel nach der man sich richten kann?

Dr. Zimmermann: Wir haben im Gegensatz zur Umweltvergiftung bei der „Innenweltvergiftung“ den entscheidenden Vorteil, sofort und mit unmittelbarer Wirkung handeln zu können. So halten wir es  für einen ärztlichen Kunstfehler, alleine die Folgen der Vergiftung zu behandeln – die Krankheiten also – statt gleichzeitig und primär die Vergiftung aus dem Verdauungssystem abzustellen.

Hier gibt es die altbewährte Methode regelmäßiger Einläufe mit warmem Wasser, durchaus auch über längere Zeit und von jedermann mühelos auszuführen, wobei im Einzelfall natürlich ärztlicher Rat eingeholt werden sollte. Doch schon hier stellt sich das Problem, dass kaum noch ein Arzt damit Erfahrungen hat, weshalb man eher vor solchen „Manipulationen“ als schädlich und den Darm verwöhnend warnt.

Bis vor wohl 20 Jahren zählten die sogenannten Suda-Bäder, die subaqualen Darmbäder zur Standardausstattung jeder Klinik. In den dreißiger Jahren von dem genialen Erfinder Robert Bosch aufgrund eigener Krankheitserfahrung entwickelt, hochgeschätzt – und heute praktisch in Vergessenheit geraten, so dass noch damit vertraute Ärzte dieser wirksamen, wenn auch umständlichen und recht unhygienischen Entgiftungs-Methode nachtrauern.

Aus den USA kam nun vor etwa 10 Jahren als Entwicklung der NASA eine moderne Version der Darmspülung, die sogenannte Colon-Hydrotherapie. Die „Dickdarm-Wasserspülung“ mit einem speziell dafür konstruierten Gerät, womit bei sachgemäßer Anwendung eine völlig hygienische, gefahrlose und schmerzfreie Darmreinigung möglich ist. Die oft chronisch kranken Patienten äußern sich häufig geradezu euphorisch über die nachhaltige positive Wirkung ihrer Gesundheit.

Doch dabei allein sollte man es natürlich nicht bewenden lassen. Vielmehr sollte eine durchgreifende „Kultivierung der Ernährungsweise“ durchgeführt werden, wobei nicht alleine entscheidend ist, was wir essen, sondern mehr noch wie und unter welchen Umständen man die Nahrung zu sich nimmt.

So essen wir alle zu schnell, zu viel, zu oft, zur falschen Zeit, nämlich am Abend, wenn der Darm ruht und bei Belastung durch Nahrung nur verschmutzt. Hier sollten wir primär einlenken und bei der Auswahl der Nahrung entgegen landläufiger Meinung auf leicht verdauliche und schonend zubereitete Kost achten, wie es z.B. in dem Buch „Milde Ableitungs-Diät“, aus dem Haug-Verlag, ausgezeichnet dargestellt ist.

BIO: Wir kennen hier Ihre Einstellung und sehen die positive Wirkung Ihrer daran orientierten Therapie seit vielen Jahren. Bitte schildern Sie unseren Lesern kurz Ihre Sicht einer empfehlenswerten Ernährung.

Dr. Zimmermann: Wir können nicht erwarten, dass eine vollwertige Ernährung mit Vollkorn, Rohkost und Obst in einem kranken und gestörten Verdauungssystem verstoffwechselt werden kann. Dies schon gar nicht ohne eine entsprechende Esskultur im vorhin angesprochenen Sinne.

Es kann hier zu sehr schädlichen bakteriellen Zersetzungsvorgängen kommen. Ich möchte aus einem Brief Herrn Prof. Pirlets, Univ. Frankfurt, zitieren: „Ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, Gesunde werden krank und Kranke werden nicht gesund. Nach Jahren erst kommt der gesundheitliche Zusammenbruch mit völlig verfahrenen Zuständen. Wir dürfen daher dem Körper nur das und so viel zuführen, wie er ordnungsgemäß verwerten und im Zwischenstoffwechsel schlackenfrei umsetzten kann, um es dann über Darm, Nieren, Lunge und Haut restlos wieder auszuscheiden.“

BIO: Das sind deutliche Worte eines profilierten Arztes und wir werden hier gemahnt an den genialen Arzt Dr. F.X. Mayr, welcher den Darm als das größte und dennoch am wenigsten beachtete Übel bezeichnete. Sie arbeiten mit ihrem Ärzteteam nun bereist seit vielen Jahren mit der Diagnostik und der Therapie nach Dr. F. X. Mayr. Patienten aus aller Welt suchen Ihre Klinik auf wegen chronischer und therapieresistenter Leiden.

Viele prominente Zeitgenossen, die schon aus beruflichen Gründen auf ihre körperliche und geistige Fitness und gutes Aussehen angewiesen sind, schwören darum auf Entschlackungstherapie im Sinne einer Darmsanierung. ist sie wirklich so etwas wie ein „Jugendelexier“?

Dr. Zimmermann: Wir können die Selbstvergiftung aus dem Darm heute mit Sicherheit als die wesentlichste Ursache für vorzeitige Alters – und Aufbrauchprozesse wie auch für zahllose Leiden bezeichnen. Hiermit schließt sich der Kreis zu Ihrer anfänglichen Frage: „Wie kann man diese Altersprozesse verlangsamen, vielleicht sogar aufhalten?“

Und ich möchte Ihnen mit allem Nachdruck und aus langjähriger Erfahrung versichern: Eine sachgerechte Darmsanierung im Sinne von Dr. F. X. Mayr ist wohl der beste Garant dafür, ein Leben in kraftvoller Gesundheit zu führen und auch die reifen Jahre in Vitalität und körperlicher sowie geistiger Frische erleben zu dürfen.

BIO: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch!


Wie man ihnen mit einem umfassenden Schonungs-, Reinigungs- und Schulungsprogramm für den Verdauungstrakt wirksam zuleibe rückt.

Bio spezial berichtete bereits mehrfach über das ganzheitliche Therapieprogramm der Klinik Zimmermann in Badenweiler.

Hier werden die unterschiedlichsten chronischen Zivilisationskrankheiten, wie Migräne, Rheuma, Herz-Kreislaufleiden, Hauterkrankungen, Wirbelsäulenbeschwerden, Stoffwechselleiden mit überzeugenden Erfolgen behandelt. Jetzt wollen wir von Dr. Zimmermann wissen: Wie kann man älter werden und dabei gesund bleiben?

BIO: Immer mehr Menschen in unserem Lande werden immer älter. Das bringt gerade im Gesundheitssektor neue Probleme mit sich. Denn jeder strebt doch an, bei möglichst optimaler Gesundheit seine Rentenjahre zu verbringen. Doch die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist groß. Herr Dr. Zimmermann, was kann und sollte man aus Ihrer Sicht vorbeugend für dieses Ziel tun?

Dr. Zimmermann: Hier müssen wir zunächst mit einem statistischen Irrtum aufräumen, der uns glauben macht, wir würden heute aufgrund gesundheitlicher Fortschritte so viel älter als früher. Die Statistik berücksichtigt nämlich nicht die früher immens hohe Säuglingssterblichkeit! Si kommen heute effektiv mehr Menschen in ein höheres Alter.

Leier gibt es heute eine Vielzahl von Medikamenten denen es gelingt, eine Krankheit zu dämpfen, sie in der Schwebe zu halten, sie zu unterdrücken. Auf diese Weise wird das Leiden jedoch in den chronischen Bereich verlagert. Um eine kraftvolle Gesundheit zu erhalten oder wiederzugewinnen, müssen wir darum andere Wege beschreiten und in erster Linie den kranken Stoffwechsel verbessern. Bei zahllosen Menschen findet heute oft eine regelrechte Selbstvergiftung aus dem Darm statt. Hier anzusetzen bedeutet, der Krankheit buchstäblich den Boden zu entziehen!

BIO: Ein Organismus, der einer ständigen Selbstvergiftung durch den kranken Darm ausgesetzt ist, wird den Belastungen, die im fortgeschrittenen Lebensalter ohnehin zu verkraften sind, weniger Widerstand entgegensetzen können. Welche Leiden treten dann am häufigsten auf und wie kann man sie ursächlich behandeln?

Dr. Zimmermann: Diese Selbstvergiftung aus dem Darm äußert sich zunächst in sehr vielschichtigen und subtilen Symptomen – denken Sie an die allgemein verbreitete Müdigkeit, und dies oft schon in jungen Jahren. An die Neigung zu Leistungsschwäche und Erschöpfung. Resignation und Depressionen. Das energetische Niveau unseres Organismus wird dadurch derart geschwächt, dass unsere Abwehrkraft, die Immunität, sinkt und wir anfällig für nahezu jede Erkrankung werden. Interessanterweise liegt unsere Immunität zu ca. 80 % in der Darmwand, die jedoch aufgrund von Verschmutzungen, Ablagerungen und Entzündungen ihre Aufgaben immer weniger souverän erfüllen kann. Der Weg ist darum vorgezeichnet: Zunächst gilt es, das verschmutzte Verdauungsorgan sachkundig und behutsam von krankmachenden Rückständen zu reinigen und so allmählich den Boden zu sanieren, in welchem die „Pflanze Mensch“ buchstäblich „wurzelt“.

BIO: Das ist ein trefflicher Vergleich und wir hören ja auch immer wieder von Lesern, dass sie sich nach einer solchen Behandlung in Ihrer Klinik wie neugeboren und regelrecht verjüngt fühlen. Vor allem die sogenannte Colon-Hydrotherapie soll hier ja fast Wunder wirken. Bei den typischen Problemerkrankungen, wie sie nicht nur für die reiferen Jahre typisch sind: Zum Beispiel Durchfälle, Gasbildung und Nahrungsunverträglichkeit. Herzbeschwerden mit Atemnot und Rhythmusstörungen, rheumatische Erkrankungen der Muskeln und der Gelenke und nicht zuletzt das weitverbreitete lästige Übergewicht. Wie kann man sich die Wirkung der Colon-Hydrotherapie erklären?

Dr. Zimmermann: Mit dieser Methode aus der Weltraumforschung wird der Verdauungstrakt wirksam und sehr schonend gereinigt von zum Teil hochgiftigen zersetzten Substanzen, die uns elend und krank machen. Die positive Wirkung ist zumeist unmittelbar spürbar und verstärkt sich von Mal zu Mal. Wir haben es hier in der Tat mit einer der wirkungsvollsten „Entgiftungsmaßnahmen“ der modernen Medizin zu tun.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, bei unseren Besuchen in Ihrer Klinik haben wir mit Patienten gesprochen und sind immer wieder beeindruckt über die positive Resonanz Ihres therapeutischen Konzeptes: Modernste Technologie und fundierte Ganzheitsmedizin. So verwenden Sie ja auch die Sauerstofftherapie, von welcher Prof. Manfred von Ardenne behauptet, sie sei eine universale Methode, um Krankheiten zu verhüten, – vorhandene Krankheiten zu bessern oder zu heilen und bei richtiger Anwendung das Leben um 10-15 Jahre zu verlängern! Wie erklären Sie sich diese umfassende Wirkung und weshalb spricht diese Therapie in Verbindung mit der Darmentgiftung noch wesentlich besser an?

Dr. Zimmermann: Sauerstoff ist der Lebensfunke schlechthin und mit einer solchen Therapie wird das Lebensfeuer sozusagen regelrecht angefacht. Darüber hinaus gewinnt die Sauerstofftherapie entscheidend an Wirksamkeit, wenn sie mit einer Darmreinigung verbunden ist. Denn ein verschmutzter, geschwollener und gasig aufgetriebener  Darm behindert die Entfaltung der Lunge erheblich und gefährdet die Sauerstoffversorgung des Körpers in zunehmendem Maße. So wird verständlich, dass Alterungsprozesse ungleich schneller ablaufen.

BIO: Das klingt sehr überzeugend. Wäre dann eine solche Therapie nicht in hohem Maße sinnvoll bei schwerwiegenden Alterskrankheiten wie der heute so oft zitierten Alzheimerschen Erkrankung, beim Parkinson oder bei der Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen? All diese Leiden sollen ja erschreckend zugenommen haben.

Dr. Zimmermann: Ich halte eine solche Therapie nicht nur für sinnvoll, sondern für den nahezu einzigen erfolgversprechenden Weg, da jede Verbesserung des Stoffwechsels – ob der Verdauung, oder der Atmung – dynamisch die Entgiftungsfähigkeit unseres Organismus aktiviert.

BIO: Welchen Tipp würden Sie den Leuten geben, bzw. was halten Sie für am wichtigsten, wenn es darum geht, ein langes Leben gesund an Körper, Seele und Geist genießen zu können?

Dr. Zimmermann: Einmal, sich ein gutes Wissen über die Körperfunktionen anzueignen. Insbesondere über die Verdauung und Atmung – und den Organismus in regelmäßigen Abständen entgiften zu lassen.

Ein weiterer für den Alltag praktischer und äußerst nützlicher Rat: Die Abendmahlzeiten öfters mal ausfallen zu lassen, denn „die Abendmahlzeiten füllen die Särge!“ (Kneipp)

Weiter, sich klarzumachen, dass wir durchaus nicht von dem leben was wir essen, sondern ausschließlich von dem, was wir verstoffwechseln können! Die gesunde Ernährung wird viel zu wenig vor dem Hintergrund des heute fast durchweg kranken Darmes betrachtet, der doch letzten Endes darüber entscheidet, ob unser Giftstoffe oder Wertstoffe zugeführt werden.

Es sollte uns auch gar nicht so sehr darum gehen, wie alt wir werden – sondern vielmehr darum „wie“ wir alt werden“!

BIO: Herr Dr. Zimmermann, wir bedanken uns herzlich für das informative Gespräch.


Gesundungsprogramm für Herz und Kreislauf

So werden Risikofaktoren abgebaut

Rund 500.000 Menschen fallen jährlich allein in unsrem Land Herz- und Kreislauferkrankungen zum Opfer. Im Rahmen unserer Serie über all die großen Krankheiten unserer Zeit, nimmt Herr Dr. med. Michael  Zimmermann zu diesem Thema Stellung. Ein Experte, wenn es darum geht, mit „sanften“ Methoden die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, warum sind Herz- und Kreislauferkrankungen in den Industrienationen heute die Todesursache Nummer 1?

Dr. Zimmermann:  Der Hauptgrund für die dramatische Zunahme der Herz- Kreislauferkrankungen ist mit Bestimmtheit die weitverbreitete Unkenntnis über die wahren und letzten Ursachen, welche zu diesen und anderen Erkrankungen führen.

Viel zu sehr wird unsere Lebensweise mit Stress, Überforderung, falscher Ernährung, zu wenig Bewegung usw. in den Vordergrund gerückt, wobei diesen Faktoren sicherlich eine gewisse Bedeutung beikommt. Doch sehen wir andererseits, dass auch Menschen, welche sich in diesem Sinne gesundheitsbewusst verhalten, in keiner Weise von diesen Erkrankungen verschont bleiben.

BIO: Das lehrt ja auch die Erfahrung der Kriegsjahre, dass trotz existentiellen Stresses und falscher Ernährung der Herzinfarkt so gut wie keine Rolle spielte. Liegt hier nicht der Gedanke nahe, dass angesichts der offensichtlichen therapeutischen Hilflosigkeit der Medizin noch andere, bislang vernachlässigte Faktoren vorliegen müssen?

Dr. Zimmermann: Der Gerechtigkeit halber müssen wir hier klar unterscheiden zwischen akuten Erkrankungen, welche durch die Methoden der modernen Medizin ausgezeichnet behandelt werden können. Auf der anderen Seite haben wir die chronischen Erkrankungen, welche ihr erhebliche Probleme bereiten.

Denken wir an die sogenannten „Stoffwechselerkrankungen“ mit Erhöhung des Cholesterinspiegels und der Blutfette oder die weitverbreitete Eindickung des Blutes- Umstände, welche letztendlich beispielsweise zu Arteriosklerose und zum Herzinfarkt führen.

Leider orientiert sich die Medizin überwiegend an Symptomen und versucht die Blutwerte medikamentös zu senken, was zum Teil mit erheblichen Risiken verbunden ist und im Grunde genommen völlig am Problem vorbeigeht. Man ist sich einfach nicht des Begriffes „Stoff-Wechsel“ bewusst. Hiermit ist der Wechsel – also der Übertritt der Nähr- oder auch Schadstoffe vom Darminneren in das Blut gemeint, wie auch umgekehrt.

Ist nun etwa die Darmmembran – die Schleimhaut also – krank, wund, verschmutzt oder entzündet, so ist dieser „Stoffwechsel“ in erheblichstem Maße gestört und muss genau an dieser Stelle behandelt werden. Gesundheit, und Krankheit wurzeln also buchstäblich im Darm.

Bei den Herzinfarkten und vielen anderen Krankheiten handelt es sich also genau genommen um dramatische Stoffwechselentgleisungen, welche natürlich ganz anders und weitergehend behandelt werden müssen, um wirkliche Erfolge zu erzielen.

Da die Darmschleimhaut eine Oberfläche von mikroskopisch ca. 4000 Quadratmetern (!) aufweist, ist über eine fachgerechte Sanierung des Darmes der denkbar größte Einfluss auf diesen Stoffwechsel und eine Vielzahl von Krankheiten möglich.

BIO: Von der beeindruckenden Wirkung Ihrer Behandlungsmethoden vor allem bei chronischen und ansonsten therapieresistenten Krankheiten konnten wir uns bei unseren Besuchen ja schon oft überzeugen. Sie behandeln ja vielfach Patienten, die erfolglos alle Mühlen unserer Medizin durchlaufen haben. Nicht selten mit der Diagnose: unheilbar.

Können Sie uns hier ein prägnantes Beispiel einer solchen Stoffwechselstörung des Darmes nennen, welche sich in völlig anderen Beschwerden äußert? Und warum greift Ihr Behandlungskonzept auch noch in solchen scheinbar aussichtslosen Fällen?

Dr. Zimmermann: Seit zehn Wochen befindet sich ein schwerkranker 28jähriger Chinese aus Australien in meiner Klinik, welcher einen vierjährigen Leidensweg hinter sich hat: Erhebliche rheumatische Entzündungen der Weichteile und der Gelenke, massive Beschwerden und ständiges Fieber von 39-40 Grad Celsius.

Der auch vorher sehr schlanke junge Mensch hatte in dieser Zeit weitere 18 kg (!) an Gewicht verloren und war bis zum Skelett abgemagert, Eine Ursache seiner Beschwerden konnte an mehreren Universitäten Australiens nicht festgestellt werden.

Durch unsere spezifische Behandlung war das Fieber ohne jegliche Medikamente bereits nach Tagen völlig verschwunden, die rheumatischen Entzündungen und die Herzproblematik haben sich bis heute weitgehend verloren, so dass dieser schwerkranke junge Mensch regelrecht aufgeblüht ist.

Der Schwerpunkt unserer Therapie lag hier auf dem Abbau der chronischen Darmentzündung. Erheblichste Verschmutzung des Darmrohres hatte hier durch Gärungs- und Fäulnisprozesse zu einer regelrechten Vergiftung des Organismus geführt. Die Entgiftung hat diesen Prozess der Krankheit rückgängig gemacht.

BIO: Sie verwenden hier unter anderem die sogenannte Colon-Hydro-Therapie, eine Entwicklung aus der Weltraumtechnologie zur Darmreinigung und raten in solchen Fällen von den Methoden der volkstümlichen „Entschlackung“ durch Rohkost, Körner, Säfte usw. ab, welche ja auch den Effekt einer Darmreinigung bewirkt. Können Sie uns das näher erläutern?

Dr. Zimmermann: Da unser Hauptgedanke die Schonung des heute bei so vielen oft unerkannt gestörten Darmes ist, verbietet sich verständlicherweise jede weitere Irritation der Darmschleimhaut.

Wir wollen ganz im Gegenteil entlasten und beruhigen – zum einen durch eine sanfte Reinigung wie auch von Seiten einer leicht aufschließbaren und wertschonend zubereiteten Nahrung. Denn nur so kann der Verdauungstrakt allmählich ausheilen und seine Stoffwechsel- und Entgiftungskraft wiedergewinnen.

BIO: Dann wäre das Wissen um diese Zusammenhänge doch von allergrößter Bedeutung für die Medizin und die immer kranker werdende Bevölkerung. Und die Sanierung dieses eminent wichtigen Verdauungsorgans sollte dann doch eigentlich der Zentralgedanke sein bei der Behandlung wohl jeder Erkrankung!

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses interessante Gespräch.


Gute Verdauung schützt vor Krebs

Bei einem Besuch in der Klinik Zimmermann in Badenweiler informierte sich BIO spezial über aktuelle Probleme der Gesundheits- bzw. Krankheitsvorsorge. Dabei berichtete der Spezialist Herr Dr. med. Michael Zimmermann von einer überaschenden, kaum bekannten Ursache für die weiterhin stetig zunehmende Zahl der Krebserkrankungen.

Bei einem Besuch in der Klinik Zimmermann in Badenweiler informierte sich BIO spezial über aktuelle Probleme der Gesundheits- bzw. Krankheitsvorsorge. Dabei berichtete der Spezialist Herr Dr. med. Michael Zimmermann von einer überaschenden, kaum bekannten Ursache für die weiterhin stetig zunehmende Zahl der Krebserkrankungen. Das Hauptübel ist in  Störungen der Verdauungsorgane zu suchen. Und diese wiederum kann der Fachmann oft schon an der Körperhaltung erkennen.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, trotz intensiver wissenschaftlicher und medizinischer Beschäftigung mit den Krebserkrankungen scheint sich bis heute kein grundlegender „Erfolg“ gegen die „Pest der Moderne“ abzuzeichnen?

Dr. Zimmermann: Nein, ganz im Gegenteil. Die Statistik weist aus, dass 1955 etwa 95 000 Bundesbürger an den verschiedenen Krebsarten verstarben. Heute, 35 Jahren später, jedoch bereits 180 000, ohne dass die Bevölkerung entsprechend zugenommen hätte. Und die Zahl steigt weiter.

Wir müssen also zusammenfassend feststellen, dass die orthodoxe Medizin bis heute offenbar keine überzeugenden Konzepte zu Früherkennung, Therapie oder gar der Vorbeugung des Krebses Bietet.

BIO: Wie konnte zu dieser Erfolglosigkeit kommen nach jetzt jahrzehntelangem General-Angriff gegen den Krebs?

Dr. Zimmermann: Eine Antwort lesen wir aus der Statistik. Nicht von ungefähr eskalieren die Karzinome des Verdauungsapparates in besonderem Maße. Alle 20 Minuten erkrankt statistisch gesehen in Deutschland jeweils ein Mensch an einem Dickdarmkarzinom, woran Jahr für Jahr etwa 30000 versterben.

Verfolgen wir diese Spur weiter, dann kommen wir auf die zentrale Bedeutung des gesamten Verdauungsapparates für das biologische Gleichgewicht des menschlichen Organismus.

Unsere Verdauungsorgane sind die Energie- und Versorgungszentrale des Organismus.

BIO: Dann muss dort also auch die Therapie ansetzen?

Dr. Zimmermann: Ja. Allerdings setzt sich nur langsam die Erkenntnis durch, dass die Krebsgeschwulst nicht die eigentliche Krankheit darstellt sondern nur die lokale Manifestation einer Allgemeinerkrankung.

BIO: Und dies ist durch Störungen in den Verdauungsorganen verursacht?

Dr. Zimmermann: Sehr häufig. Diesen Ursachenzusammenhang hat schon der berühmte Arzt Dr. F.X. Mayr erkannt. Heute müssen wir zusätzlich feststellen, dass der Verdauungstrakt der allermeisten Menschen ganz erheblich gestört oder krank ist. Es brauchen hierbei übrigens keineswegs spezifische Beschwerden zu bestehen. Die scheinbare reale Intaktheit stellt in vielen Fällen lediglich eine Scheingesundheit dar.

BIO: Dann könnte man beim Krebs von einer schleichenden Krankheit sprechen?

Dr. Zimmermann: Ja, das ist das Problem. Denn nur in seltenen Fällen kann von einer wirklichen Früherkennung die Rede sein. Unser Organismus besitzt offenbar eine hochpotente Eigendynamik, sich zumeist lange Zeit aktiv zu schützen. Vom ersten Geschwulstansatz bis zur diagnostischen Manifestation des Tumors. z.B. bei Lungenkrebs, können bis zu 15 Jahren vergehen.

BIO: Damit wird verständlich, wie wichtig Früherkennung ist. Doch wie ist die möglich, wenn ein Krebs jahrzehntelang im Verborgenen wachsen kann? Mit welchen Zeichen verrät denn der Körper eine Störung bzw. Erkrankung?

Dr. Zimmermann: Bei krankhaften Funktionen der Verdauungsorgane nimmt der Mensch kompensatorische Schutzhaltungen ein. Diese wirken sich wiederum nachhaltig auf die Statik aus. Also auf die Wirbelsäule, die Gelenke, die Muskulatur, außerdem auf eine Rheine wichtiger Organe, z.B. Herz und Lunge.

BIO: Sie meinen also, dass eine Krebserkrankung tatsächlich schon frühzeitig an der Körperhaltung eines Menschen zu erkennen ist?

Dr. Zimmermann: Als Ausdruck einer Störung der Verdauungsorgane, die wiederum die Ursache für eine Krebserkrankung ist. Die erwähnten Schutzhaltungen werden leider von der Orthopädie überwiegend als Fehlhaltungen gedeutet. Man ist sich einfach nicht der Tatsache bewusst, dass hier dem auf verschiedene Weise gestörten Verdauungstrakt ein Mehr an Raum geboten wird. Zum Beispiel durch Kippen des Beckens, oder durch Hochhaltung des Brustkorbes, durch skolitoische Verbiegung der Wirbelsäule, selbst durch eine unverdächtig harmlos erscheinende Vorneigung des Oberkörpers.

Bewährtes Konzept

BIO: Hat sich diese Erkenntnis auch in der Praxis bewährt?

Dr. Zimmermann: Selbstverständlich behandle ich gerade nach dieser Erkenntnis. Eine junge Prinzessin aus dem vietnamesischen Königshaus z.B. leidet an einem malignen Lymphom. und: Sie hat seit ihrer frühsten Kindheit Darmbeschwerden mit Fistelbildungen. Ganz typisch waren bei ihr der spitz vorspringende Leib sowie die hohe Beckenkippung.

Nach einer mehrwöchigen Dauerbehandlung in unserer Klinik kam es nicht nur zu einem bislang nie gekannten „Gesundheitsgefühl“, mit einer auch labormäßig nachzuweisenden Verbesserung der Abwehrfähigkeit. Auch die körperliche Statik erlebte eine wesentliche Verbesserung.


Leiden an der kranken Haut

Mit diesem aktuellen Interview setzt BIO SPEZIAL die Serie zum Thema „Die großen Krankheiten unserer Zeit“ mit Dr. med. Michael Zimmermann fort. Seine Erfahrung zeigt, dass auch die Diagnose „unheilbar“ kein endgültiges Urteil sein muss.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, an chronischen Hauterkrankungen leiden heute immer mehr Menschen. Alleine vier Millionen werden in Deutschland von Psoriasis, der gefürchteten Schuppenflechte geplagt. Auch die Neurodermitis, Ekzeme und ganz besonders die Allergien sind erschreckend im Zunehmen begriffen. Welche Erklärungen haben Sie dafür?

Dr. Zimmermann: Es liegen hier Faktoren vor, welche von Jahr zu Jahr an Intensität zunehmen…

BIO: Sie meinen also, dass die Ursachen vorwiegend in der zunehmenden Umweltbelastung zu suchen sind, oder sind Sie der Ansicht, dass hier in erster Linie enogene, also von innen stammende Ursachen zu nennen sind, wenn die Haut rebelliert und mit hartnäckigen Beschwerden kund tut, dass das Organgeschehen aus dem Gleichgewicht geraten ist?

Dr. Zimmermann: Wie vergleichende Studien ergeben haben, besteht erstaunlicherweise kein grundsätzlicher Unterschied in der Häufigkeit der genannten Erkrankungen zwischen Gebieten mit ausgeprägter Umwelt- und Industriebelastung und Gebieten etwa ländlichen Charakters. Es müssen also Gesetzmäßigkeiten vorliegen, welche hier wie dort in ähnlicher Weise ausgeprägt sind.

BIO: Als Fachmann für chronische und therapieresistente Erkrankungen werden Sie vor allem von Kranken aufgesucht, welche so ziemlich alles mehr oder weniger erfolglos versucht haben. Welche Gemeinsamkeiten stellen Sie bei diesen genannten unterschiedlichen Krankheitsbildern fest?

Dr. Zimmermann: Ganz klare und eindeutige Antwort: Die ubiquitäre, d.h. weitverbreitete und meist unerkannte Schädigung der Verdauungsorgane. Unerkannt deswegen, weil selbst ausgeprägte Fehlfunktionen durchaus keine Beschwerden zu verursachen brauchen. Hieraus wird verständlich, dass man bei allem Bemühen hier einfach keine Kausalität, also einen Ursachenzusammenhang zu suchen pflegt. Dies trifft für die meisten chronischen Problemerkrankungen zu.

Jedenfalls zeigt sich immer wieder ein bemerkenswert positiver Einfluss auf Hautleiden nahezu jeder Art, wie auch auf andere Leiden, wenn der unerkannten Darmschädigung sachgerecht begegnet wird.

BIO: Eine alte Volksweisheit behauptet, dass Hautstörungen jeglicher Art ein Hinweis darauf sind, dass „Dreck im Körper ist, der heraus muss“. Würden Sie dieser krassen Behauptung zustimmen?

Dr. Zimmermann: Wenn ich das rasche Ansprechen selbst langjähriger Hautleiden alleine auf unsere spezielle Darmreinigungstherapie bedenke, bin ich nicht abgeneigt, dieser Volkserfahrung zuzustimmen, wenngleich mir diese Deutung natürlich zu vage und vor allem zu wenig wissenschaftlich erscheint.

Denn um wirkliche Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und folgerichtig zu handeln und zu behandeln, muss ein Beweis geführt werden. Doch der ist längst erbracht, z.B. durch die grundlegenden Arbeiten Prof. Pirlets über die „Intestinale Autointoxikation“ – die „Selbstvergiftung aus dem Darm“.

BIO: Und ganz besonders natürlich durch die überaus beeindruckenden Besserungen und Heilungen, von denen wir uns schon so häufig überzeugen konnten. Wie beispielsweise das Ergebnis einer sechswöchigen Darmtherapie bei einer über Jahrzehnte bestehenden Psoriasis-Arthritis. Wer heilt, hat eben recht!

Dr. Zimmermann: Zu Letzterem muss ich Ihnen allerdings ganz energisch widersprechen, denn das, was oft als „Heilung“ imponiert, kann durchaus auch das Ergebnis einer symptomatischen, also unterdrückenden Therapie sein und hat mit Heilung nicht das Geringste gemein. Denn schon bald nach Absetzten etwa des Cortisons tritt das alte Leiden wieder zutage. Ich betone dies, weil es sich bei obigem Ergebnis um eine reine und ausschließliche Darmtherapie handelte.

BIO: Die Sanierung des kranken Verdauungstraktes ist ja Ihr Spezialgebiet – und bereits alte Ärzteweisheit besagt „Krankheit und Tod sitzt im Darm“, doch erscheint  es nicht monoman und im Lichte der modernen Wissenschaft etwas einseitig, alles auf so an sich einfache Zusammenhänge zurückzuführen?

Dr. Zimmermann: Dieser Einwand wäre völlig berechtigt, wenn nicht gerade die moderne Wissenschaft, wie die Rasterelektronenmikroskopie und die Immunologie nachgewiesen hätten, dass die innere feinmikroskopische Oberfläche des Darmes sich auf ca. 4.000 (!) qm beläuft und 70 – 80 % der körpereigenen Immunität dort lokalisiert sind.

Das bedeutet in der Konsequenz nichts anderes, als dass man diesem Organbereich die allergrößte Aufmerksamkeit widmen müsste. Denn eine Störung der dort ablaufenden Stoffwechselfunktionen wird mit Bestimmtheit eine ungeheuer schädliche Wirkung auf den ganzen Organismus ausüben, wie auch umgekehrt eine Harmonisierung und Optimierung den denkbar positivsten Einfluss auf den Körper hat!

BIO: In Anbetracht der zunehmenden Brisanz der allgemeinen gesundheitlichen Situation der Bevölkerung erscheint es tatsächlich unverständlich und fast skandalös, dass diese so logischen Zusammenhänge der Aufmerksamkeit der modernen wissenschaftlichen Medizin entgehen konnten!

Andererseits ergeben sich durch Ihr dynamisches Heilkonzept überaus hoffnungsvolle Perspektiven für die Behandlung der zahllosen Problemkrankheiten unserer Zeit!

Was würden Sie darum Ihren Kollegen, die sicher alle um das Wohl Ihrer Patienten bemüht sind, ans Herz legen?


Jetzt gibt es eine Chance

Neuste wissenschaftliche Untersuchungen an Universitäten bestätigen: Zwischen rheumatischen Erkrankungen und der Selbstvergiftung durch den Darm bestehen durchweg Zusammenhänge. Also müssten sie sich auch über eine Darmsanierung positiv beeinflussen lassen.

Jetzt gibt es eine Chance

Neuste wissenschaftliche Untersuchungen an Universitäten bestätigen: Zwischen rheumatischen Erkrankungen und der Selbstvergiftung durch den Darm bestehen durchweg Zusammenhänge. Also müssten sie sich auch über eine Darmsanierung positiv beeinflussen lassen. Wir befragten hierzu einen Fachmann: Dr. med. Michael Zimmermann, Chefarzt der gleichnamigen Klinik in Badenweiler im Südschwarzwald.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, zu den Indikationen für eine grundlegende Entschlackung zählen unter anderem auch Krankheitsbilder des rheumatischen Formenkreises. Können Sie uns erklären, warum das so ist?

Dr. Zimmermann: Zwar schätzen wir Ärzte den volkstümlichen Begriff Entschlackung nicht allzu sehr, doch wissen wir heute, dass die meisten chronischen und therapieresistenten Erkrankungen auf „Stoffwechselschlacken“ zurückzuführen sind, das heißt auf den krankhaften Rückstau von Stoffwechselprodukten, die unser Organismus nicht mehr in der erforderlichen Weise verstoffwechseln, also entgiften und ausscheiden kann.

So finden wir bei den meisten Erkrankungen, und hier insbesondere beim rheumatischen Formenkreis, prägnante Zeichen einer Selbstvergiftung vom Darm aus. Leider werden heute jedoch fast ausnahmslos und bekanntermaßen erfolglos die rheumatisch erkrankten Bereiche behandelt.

BIO: Die rheumatischen Erkrankungen nehmen unaufhaltsam zu – zählen zu den teuersten Erkrankungen überhaupt. Die von Ihnen geschilderten Zusammenhänge klingen einleuchtend und verdienen daher ja allergrößte Aufmerksamkeit! Doch warum eigentlich kommt es Ihrer Meinung nach heute eigentlich bei immer mehr Menschen zu dieser Selbstvergiftung durch den Darm?

Dr. Zimmermann: Die schädlichen Ernährungsgewohnheiten der vergangenen Jahrzehnte wirken neben zahlreichen andere Faktoren nicht sofort krankmachend auf den Verdauungsapparat, sondern unbemerkt und allmählich. So entwickelt er sich schließlich zu einer schleichenden Giftquelle, ja zu einer Zeitbombe. Somit ist er letztlich verantwortlich für den dramatischen Anstieg zahlloser Erkrankungen, gegen welche wir Ärzte so vergeblich kämpfen.

BIO: Welches gesicherte Wissen gibt es darüber?

Dr. Zimmermann: Ich verweise hier in erster Linie auf die grundlegenden Forschungen des weltbekannten österreichischen Fasten-Arztes Dr. F. X. Mayr. Seine Erkenntnisse fanden durch die moderne wissenschaftliche Medizin zunehmend ihre volle Bestätigung.  So insbesondere auch durch Professor Pirlet (Universität Frankfurt) welcher mit Nachdruck fordert: „Wir Ärzte müssen in erster Linie die Vergiftung vom Darm aus abstellen!“

Oder erst unlängst durch eine große Studie an der Universität Genf (Prof. Veys): Hier wurde durchweg ein Zusammenhang von rheumatischen Erkrankungen mit einer Selbstvergiftung durch den Darm gefunden.

BIO: Jedem Patienten Ihrer Klinik wird ja ganz individuell ein Behandlungsprogramm auf den Leib geschneidert. Was sind hierbei Ihre grundsätzlichen therapeutischen Überlegungen?

Dr. Zimmermann: Ruhigstellung und Schonung des kranken und oft entzündeten Darmes durch Fasten oder Diät, um so eine allmähliche Ausheilung zu bewirken. Anregung der Selbstreinigungskraft der oft mit hartnäckigen Kotresten behafteten Darmschleimhaut durch verschiedene z.T. modernste Maßnahmen. Und schließlich eine ganz gezielte Schulung der Verdauungs- und Entgiftungsleistungen des Darmes.

BIO: Bei dieser Reinigung des Darmes spielt ja die Colon-Hydrotherapie eine besondere Rolle. Aus welchen Gründen? (Modernes amerikanisches Verfahren der Dickdarmspülung. Anm. d. Red.)

Dr. Zimmermann: Insbesondere bei unseren schweren Rheumatikern erweist sich der hohe Wert dieses Verfahrens durch eine oft fast schlagartige Besserung entzündlicher Gelenksreaktionen. Denn hierdurch werden vor allem die Immunfunktionen harmonisiert, die bekanntermaßen zu über 70% im Darm liegen und durch Autoimmunreaktionen maßgeblich am rheumatischen Geschehen beteiligt sind.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, Sie haben ein eindrucksvolles Konzept entwickelt, bewährt und wirkungsvoll, wie wir aus zahlreichen Leserzuschriften wissen. Wir danken Ihnen für diese Informationen, die sicherlich so manchem Schmerzgeplagten neue Hoffnungen geben können.


Wenn die Verdauung Probleme bereitet…

Mit großem Interesse wurden die Hinweise und Informationen aufgenommen, die Dr. Michael Zimmermann beim BIO-Leserseminar am oberbayrischen Eibsee den vielen Zuhörern bot. Er sprach unter anderem über die Bedeutung einer gesunden – bzw. die Folgen einer schlechten Verdauung und über die in diesem Zusammenhang in seiner Klinik erfolgreich durchgeführte Darmsanierung. So manchen verblüffte er mit der Mitteilung, dass die gepriesene Vollwert- und Rohkosternährung heute vielen Menschen keineswegs zuträglich ist. Ja, dass sie bei einem bereits geschädigten Verdauungstrakt sogar krankheitsfördernd wirkt. Wegen des anhaltenden Interesses der BIO-Leser an diesem Themenkomplex fragten wir Dr. Zimmermann detailliert nach seinen Erkenntnissen und den Therapiemöglichkeiten.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, die Mitteilung, dass zum Beispiel die vielgepriesene Rohkost aus Obst, Salaten, Körnern und Säften geradezu schädlich und krankmachend sein kann, hat sehr überrascht. Gilt das generell?

Dr. Zimmermann: Es gilt auf jeden Fall bei Darmschädigungen und bei Störungen des Verdauungstraktes. Wobei die Verdauungsfunktion der allermeisten Menschen heute ganz erheblich gestört ist. Insofern sollte man sich in der Tat fragen, ob das generelle Empfehlen einer Rohkosternährung zu verantworten ist.

BIO: Das bedeutet doch, dass der Konsum von Rohkost wohlüberlegt sein sollte?

Erschöpft durch Rohkost

Dr. Zimmermann: Dazu können wir nur nachdrücklich raten – insbesondere was große Mengen davon betrifft. Der Fall einer 32 Jahre jungen Frau gibt ein Beispiel dafür. Nach acht Jahren reiner Rohkosternährung war sie körperlich, psychisch und seelisch nur noch ein Wrack. Ich habe sie im Alter von 22 Jahren als blühendes Mädchen gekannt.

BIO: Wie ist eine solche, im Zusammenhang mit dem verbreiteten Verständnis von der wohltuenden , aufbauenden Wirkung der Rohkost, schwer verständliche Entwicklung zur Krankheit statt zu Gesundheit und Wohlbefinden zu erklären?

Dr. Zimmermann: Nehmen wir als Beispiel für eine gestörte, also nicht mehr gesunde Darmfunktion das weit verbreitete Übel der Verstopfung. Eine Erscheinung, die viel zu wenig ernst genommen wird. Um diesem Übel Abhilfe zu verschaffen, wird sehr häufig als therapeutische Maßnahme eine ballaststoffhaltige und gärungsfreudige Kost mit einem hohen Maß an Obst, Salat, Rohkost, rohen Körnern und Säften verordnet, um so den eingedickten Darminhalt zu erweichen.

Ein durchaus schlüssiger Gedanke – der sich jedoch letztlich als schwerwiegender Irrtum erweist. Denn die Verdauungsorgane sind infolge chronisch schleichender Schädigung sehr oft gar nicht mehr in der Lage, eine solche anspruchsvolle Kost auch nur annähernd zu verwerten.

BIO: Und welche Folgen hat das?

Der Körper wird vergiftet

Dr. Zimmermann: Es tritt genau das Gegenteil von dem ein, was ursprünglich erreicht werden sollte: Die sich bildenden Gärprodukte peitschen zunächst den Darm zur Entschlackung an in Form von breiigen Stühlen und versetzen die Darmschleimhaut in einen chronischen Reizzustand, so dass Sie immer durchlässiger wird für diese Substanzen, welche in die Blut- und Lymphzirkulation übertreten. Sie überschwemmen geradezu den gesamten Organismus.

BIO: Es findet also eine regelrechte Vergiftung statt?

Dr. Zimmermann: So ist es. Bei der bakteriellen Zersetzung unverdauter Nahrungsstoffe entstehen hochpotente Gift­stoffe. Diese Substanzen bewirken langanhaltende Schäden an zellulären Strukturen und an den biochemischen Funktionssystemen unseres Organismus. Hier sind die Begriffe Vergiftung und Intoxikation tatsächlich angebracht.

BIO: Wie lautet Ihr Behandlungskonzept für diese weitverbreiteten Darmschäden?

Dr. Zimmermann: Grundsätzlich geht es zunächst darum, den Darm mit bestimmten Maßnahmen behutsam von zersetzten Rückständen zu reinigen. Denn sie verursachen in erheblichem Maße einen kontinuierlich schwächenden Giftstrom in Blut- und Lymphsystemen und stören die Nahrungsverwertung.

BIO: Sie verwenden hierbei ein Verfahren aus der Weltraum-Technologie?

Dr. Zimmermann: In erster Linie verwenden wir zur Reinigung des Darmes milde salinische Trinklösungen (z. B. Bittersalz), da die Reinigung von oben zu erfolgen hat.

Die von Ihnen angesprochene Colon-Hydrotherapie (Dickdarm-Wasserspülung mit einer Maschine) stellt hier allerdings eine äußerst wertvolle Bereicherung dar. Da sie neben vielen anderen Wirkungen die Selbstreinigungsflüssigkeit des Darmes wiederherstellt und vor allem die Entgiftung von Schwermetallen fördert.

BIO: Sicher gehört doch auch eine Umstellung der Ernährung dazu?

Dr. Zimmermann: Natürlich ist die Ernährungsweise insgesamt von entscheidender Bedeutung. Ein gereizter, erschlaffter, erschöpfter Darm braucht – ebenso wie ein erschöpfter Mensch – Schonung und Ruhigstellung. Das bedeutet: leicht verdauliche Kost in Verbindung mit einer neuen Ess- und Kaukultur. Jeder, der hier Probleme hat, sollte sich auf die alte Volksweisheit besinnen: „Gut gekaut, ist halb verdaut.“

Auch das gesunde Trinken muss regelrecht neu gelernt werden, da wir weitgehend den natürlichen Instinkt – den Durst – verloren haben.

Mit diesen Hilfestellungen kann der geschädigte Darm seine naturgemäße Funktion allmählich wieder aufnehmen. Dann wird er eines Tages auch eine biologisch vollwertige Kost wieder vertragen bzw. wieder verwerten können. Zu beachten ist dabei immer ein Grundsatz: Nicht was wir essen, kommt uns zugute, sondern ausschließlich das, was wir verdauen können!

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Übergewicht

Immer wieder wollen Leser wissen, was es mit den sogenannten Schlankheitskuren auf sich hat. Ob es sich überhaupt lohnt, abzuspecken, wenn hinterher die mühsam verlorenen Pfunde bald wieder drauf sind. BIO spezial fragte den Experten Dr. med. Michael Zimmermann, wie sich das Problem Übergewicht aus seiner Sicht darstellt.

Bio spezial: Herr Dr. Zimmermann, Sie kehrten unlängst von einer Vortragsreise in den USA zurück. Welche gesundheitlichen Probleme stehen Ihres Erachtens dort besonders im Vordergrund?

Dr. Zimmermann: Dem Europäer fällt praktisch überall das zum Teil ganz enorme und oft groteske Übergewicht des typischen Durchschnittsamerikaners auf. Sicher sind nicht zuletzt deswegen die typischen Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt in den USA noch wesentlich stärker verbreitet als bei uns in Deutschland.

Bio spezial: Sie behandeln in Ihrer Klinik in Badenweiler vor allem chronische und therapieresistente Erkrankungen, bei welchen die moderne Medizin nur zu oft versagt. Zählen Sie hierzu auch das Übergewicht, das bei uns ebenfalls ein immer größeres Problem darstellt?

Dr. Zimmermann: Es steht heute außer Zweifel, dass erheblichem Übergewicht Krankheitswert zukommt. Die üblichen Methoden der Diät bringen in den wenigsten Fällen befriedigende und anhaltende Ergebnisse. „Diät macht dick!“, bekommt man sogar immer häufiger zu hören. Wir stellen in unserer Klinik durchweg fest, dass bei größerem Übergewicht grundsätzlich auch unerkannte und oft gravierende Störungen der Verdauungsorgane vorliegen. Fatalerweise brauchen diese nicht immer Beschwerden zu machen – das ist übrigens auch die Gefahr. Ähnlich wie beim Darmkrebs.

Darmfunktion muss verbessert werden

Da hiermit auch immer eine Belastung der Leber verbunden ist, entgleist diese in wesentlichen Funktionen und bildet beispielsweise überschießend Cholesterin. Das wiederum stellt die Vorstufe des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen dar, welches unter anderem auch den Fettansatz fördert. So auch bei ansonsten schlanken Menschen in Form der typischen Problemzonen, wie Oberschenkel, Gesäß, Brust und Bauchdecke.

Größere Fettansammlungen bringen nun jedoch die Gefahr einer Ablagerung fettlöslicher Umweltgifte, z.B. der berüchtigten chlorierten Kohlenwasserstoffe, wie man das schon beim Neugeborenen feststellen muss! Wir verbessern darum in erster Linie den Darm in seinen grundlegenden Funktionen und hier vor allem in der so wichtigen Entgiftung der Gewebe, des Blutes und der Säfte.

Bio spezial: Eine Entschlackung also sozusagen?

Dr. Zimmermann: Dieser volkstümliche Begriff Entschlackung ist gar nicht mal so abwegig, zumal die Gedärme der meisten Menschen zum Teil ganz erhebliche Rückstände aufweisen. So finden hier krankhafte Zersetzungsprozesse statt, die den Körper regelrecht vergiften und auf diese Weise zahlreiche chronische und akute Erkrankungen auslösen können. Wir fördern darum mit einer Vielzahl von Maßnahmen die natürliche Selbstreinigungsfähigkeit des Darmes, die zumeist erheblich eingeschränkt ist.

Bio spezial: Zählt hierzu auch die Colon-Hydro-Therapie (Dickdarm-Wasserspülung) mit welcher Sie wohl die größte Erfahrung haben?

Dr. Zimmermann: Diese Methode ist tatsächlich oft überaus hilfreich. Bei besonders schwierigen Krankheitsfällen, bei welchen die natürliche Heilkraft durch hartnäckige Verschlackungen und Entzündungen des Darmes bereits allzu sehr gelähmt ist, gelingt es hiermit sehr häufig, die entscheidende Wende in der Krankheit einzuleiten.

Bio spezial: Trifft dies besonders auch für Gewichtsprobleme zu?

Dr. Zimmermann: In Verbindung mit unseren anderen therapeutischen Maßnahmen der Diätetik und der biologisch orientierten Medizin besteht hier in der Tat eine ganz vortreffliche Möglichkeit, auch das Gewicht dauerhaft zu regulieren. Hierbei ist übrigens bemerkenswert, dass es keineswegs zu der sonst so gefürchteten Erschlaffung des Gewebes kommt, sondern vielmehr zu einer erstaunlichen Straffung und regelrechten Verjüngung.

Bio spezial: Wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch.

Topfit und 28 Pfund leichter

Zahlreiche Patienten schildern den Erfolg dieser Kur in der Zimmermann-Klinik mit begeisterten Worten. So auch Heiner Dorsten (Name wurde von der Redaktion geändert): „Mit 45 Jahren war ich buchstäblich am Boden zerstört, als ich in die Klinik von Dr. Zimmermann kam. Und das obwohl sportliche Bestätigung einen Großteil meiner beruflichen Tätigkeit ausmachte.

Bei einer Größe von 174 cm wog ich 103 kg und konnte kaum einmal mehr meine Schuhe zubinden. Oftmals hatte ich fürchterliche Erstickungsanfälle, dann wieder starke Herzschmerzen. Nach den Mahlzeiten trat jeweils quälendes Sodbrennen auf, das bei der für meine Begriffe so gesunden Ernährung, die viel Obst, Salat und Vollkornprodukte enthielt. Um meine Horrorschilderung zu beenden, muss ich hinzufügen, dass ich ganz erhebliche Probleme mit meinen Gelenken hatte.

Alle diese körperlichen Unannehmlichkeiten ließen auch meinen Gemütszustand bis zur Trostlosigkeit absinken. Meine Eitelkeit war schwer angeschlagen, da ich aus den landesüblichen Bekleidungsgrößen herausgewachsen war.

Bereits nach 14 Tagen Therapie mit Darmspülungen, unwahrscheinlichen Darmentleerungen und mit intensiver täglicher ärztlicher Betreuung kehrte mein Lebensgefühl zurück – mein unmäßig geschwollener Leib war regelrecht eingefallen – mein Rücken und meine Gelenke schmerzten nicht mehr, und ich fühlte mich nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder wohl in meiner Haut. Unter der vorzüglichen ärztlichen Betreuung gesundeten Körper und Seele zusehends. Nach vier Wochen hatte ich 14 kg abgenommen, fühlte mich frisch und stark wir mit zwanzig – kurz: „Wie ein neuer Mensch!“

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So helfen natürliche HeilmethodenUnsere Serie „Die großen Krankheiten unserer Zeit“ setzen wir mit einem im wahrsten Wortsinn drängenden Gesundheitsproblem unserer Tage fort. Dr. med. Michael Zimmermann, Experte für chronische und therapieresistente Erkrankungen, insbesondere für Darmsanierungen, wird aus seiner Sicht dazu Stellung nehmen und die Möglichkeiten aufzeigen, die zu einer ursächlichen Lösung führen können.BIO: Herr Dr. Zimmermann, Sie betonen immer wieder, dass ein gesunder Darm das Fundament unserer Gesundheit, ja nahezu ein Garant dafür ist. Wie würden Sie das erklären?Dr. Zimmermann: Wenn bereits eine alte Ärzteweisheit sagt: „Krankheit und Tod liegen im Darm“, dann sollte auch der Umkehrschluss geprüft werden: „Die Gesundheit liegt im Darm.“ Leider neigt nun der Mensch dazu, zu glauben, der jeweils aktuelle Wissensstand sei das Maß aller Dinge, doch wie oft schon hat sich gezeigt, dass die „Wahrheit von heute“ lediglich den „Irrtum von morgen“ darstellt.So darf auch die moderne Medizin nicht glauben, ärztliches Wissen und Erfahrung von Jahrtausenden wären so einfach zu ersetzten durch wenige Jahrzehnte naturwissenschaftlicher Forschung. Zwar hat sie uns umwälzende Erkenntnisse und Fortschritte gebracht, konnte jedoch nicht verhindern, dass die Menschheit bekannter weise so krank ist wie noch nie zuvor.Hierbei hat sich das Spektrum der Krankheiten gewandelt, von den akuten Krankheiten zu einem allgemeinen chronischen Kranksein geradezu dramatischen Ausmaßes.Betrachten wir doch die hochstehende Medizin des alten China, Ägyptens, Indiens oder Griechenlands, so maß man dem Verdauungssystem bei nahezu jeder Erkrankung elementare Bedeutung bei. Im Lichte der modernen Wissenschaft müssen wir dies als Erkenntnis von zeitlosem Wert voll und ganz bestätigen. Wir wissen, dass es sich bei der feinmikroskopischen Oberfläche des Darmes von 4000 (!) Quadratmetern einerseits um die größte Kontaktfläche unseres Organismuses mit der Umwelt handelt, andererseits 70 bis 80 Prozent der Immunität dort lokalisiert sind.Leider mangelt es noch vielfach an der therapeutischen Konsequenz. Übrigens auch was in diesem Zusammenhand AIDS anbelangt, Krebs und Allergien, sicher ein wesentlicher Grund für die stetige Zunahme aller chronischen Erkrankungen.BIO: In Ihrer Klinik in Badenweiler haben Sie sich darauf spezialisiert, diese sogenannten Zivilisationskrankheiten mit einer grundlegenden Darmsanierung zu behandeln und erzielen damit oft erstaunliche Erfolge. Was hat Sie zu diesen Erkenntnissen geführt?

Dr. Zimmermann: Sicherlich meine anfängliche Überschätzung der Möglichkeiten der modernen Medizin und die immer mehr zunehmende Enttäuschung über das oft völlige Versagen allen ärztlichen Bemühens bei zahllosen Problemerkrankungen. Eine Erfahrung also, welche zahllose engagierte Ärzte schon längst dazu bewogen hat, alternative, oder besser gesagt, komplementäre Konzepte in ihre Arbeit mit einzubeziehen.

Hier spielen für mich persönlich die Erkenntnisse des genialen Arztes und Wissenschaftlers Dr. F.X. Mayr eine Schlüsselrolle, da es ihm gelang, eine Vielzahl bis heute rätselhafter Erkrankungen nachweislich auf eine einheitliche – und für jeden fassbare Ursache zurückzuführen: auf eine grundlegende und zumeist unerkannte Störung des hochkomplexen Verdauungssystems. Und hier sind wir wieder bei der Erfahrung bereits der Antike: kranker Darm – kranker Mensch.

BIO: Zurück zur Volkskrankheit Verstopfung. Wo sind hier die eigentlichen Ursachen zu suchen? Ist es nicht vielleicht auch so, dass sich viele Menschen in dieser Beziehung zu ängstlich selbst beobachten, ja geradezu eine Hysterie entwickeln, wenn es um den Stuhlgang geht?

Dr. Zimmermann: Hier stoßen wir auch den wohl grundlegendsten und in seiner Auswirkung weitreichendsten Irrtum der modernen Medizin, indem die überaus verbreitete Verstopfung als Trägheit des Darmes gedeutet wird, ohne sich allerdings über die Ursache dieser vermeintlichen Trägheit Rechenschaft zu geben.

So ist daraus folgende Therapie in jedem Falle als unwissenschaftlich einzuschätzen, selbst wenn Abführmittel oder eine gärungsfreudige Kost wie Vollkorn, Rohkost, Obst usw. durchaus eine Darmentleerung zu erzwingen vermögen. Es handelt sich hierbei um eine Peitschenwirkung, deren Effekt mit Absetzen des Reizes endet und zu noch stärkerer Verstopfung führt.

Eine Erschöpfung von Darm und Drüsen

In Wirklichkeit liegt hier eine Erschöpfung von Darm und Drüsen vor, welcher natürlich nur durch entsprechende Maßnahmen, nämlich durch Entlastung und Schonung zu begegnen ist. Hierzu bedarf es allerdings subtilen ärztlichen Wissens um diese Zusammenhänge, welches an den Universitäten leider noch nicht gelehrt und in der gängigen Medizin noch viel zu wenig berücksichtigt wird.

Zu Ihrer Frage betreffs „Darmhysterie“ noch ein Wort: Allzu leichtfertig neigt die Medizin heute dazu, rätselhafte Erkrankungen auf die psychosomatische Schiene zu schieben. Das hat weder mit Wissenschaft etwas zu tun und entsetzt beispielsweise jeden wissenschaftlich denkenden Naturwissenschaftler, etwa einen Physiker, noch ist dem Patienten mit Schuldzuweisungen geholfen, wenn in Wirklichkeit unerkannte organische und stoffwechselmäßige Ursachen dahinter stecken.

BIO: Die Auswirkungen einer solchen falschen Einschätzung und Therapie müssen ja dramatisch sein, wenn wir uns die Vielzahl solcher Erkrankungen vor Augen halten, die sozusagen vom falschen Ende her angegangen werden. Doch klingt das alles sehr überzeugend und logisch, zumal wir die vielzitierte Krise in der Medizin aufgrund ihrer oft so deprimierenden Ohnmacht immer mehr zu spüren bekommen.

Demzufolge gibt es also keine Abführmittel, die im Sinne einer ursächlichen Denkweise als harmlos anzusehen sind – und auch der Rat von eingeweichten Backpflaumen geht sicher an der Natur des Leidens vorbei.

Dr. Zimmermann: Sie haben das völlig richtig verstanden – doch es geht weiter, da eine mangelnde Darmträgheit infolge von „Darmerschöpfung“ immer einen Rückstau in den Organismus nach sich zieht.

Da es sich bei Produkten der Fäulnis und der Gärung um erwiesenermaßen hochgiftige Substanzen handelt, müssen wir also korrekterweise bei Krankheiten vielfacher Art auch von einer Selbstvergiftung aus dem Darm sprechen, wenn wir die Natur des Leidens richtig, also wissenschaftlich verstehen wollen. Dies ist allerdings ein nahezu unbekannter Begriff.

BIO: Darauf weisen Sie ja seit vielen Jahren mit großer Eindringlichkeit hin! Würde das nicht auch hoffnungsvolle Denkansätze bewirken bei den überaus zahlreichen Problemkrankheiten unserer Zeit? Denken wir nur an Psoriasis, Neurodermitis, Migräne, rheumatische Leiden, Allergien, Herz-Kreislaufleiden, die allgemeinen Magen-Darmleiden usw.

Dr. Zimmermann: Allerdings, jedoch nicht nur Denkansätze, sondern die sofortige Möglichkeit, kausal, also ursächlich vorzugehen und damit einen grundlegenden Wandel der allgemeinen gesundheitlichen Misere einzuleiten: d.h. weg von einer frustrierenden Symptombehandlung – hin zu einer dynamischen gesundheitlichen Verbesserung breiter Bevölkerungskreise.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, wir danken Ihnen sehr für das Gespräch.

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Seit einigen Jahren nimmt Dr. med. Michael Zimmermann, Badenweiler, zu aktuellen Gesund-heitsfragen in BIO Stellung. Vielen hat er mit seinem Ärzte- und Therapeutenteam schon geholfen, mit hartnäckigen Leiden und Beschwerden fertig zu werden. Heute beschäftigt er sich mit dem Thema Frauenleiden.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, die Bundesrepublik zählt mittlerweile zu den geburtenschwächsten Ländern Europas. Dabei wünschen sich viele Ehepaare nichts sehnlicher als ein eigenes Kind. Nun hat man festgestellt, dass nicht nur zunehmende Umweltbelastung, sondern auch chronische Verdauungsprobleme sehr häufig damit in Zusammenhang stehen. Wie kann man aus Ihrer Sicht Probleme lösten bzw. welche Erfahrungen haben Sie in der Praxis damit gemacht?

Dr. Zimmermann: Was die angesprochene Umweltbelastung angeht, so tut hier vor allem Aufklärung not, um zu wissen, wogegen wir uns zu schützen haben. Nun ist die hohe Belastung von Luft, Wasser und Boden und damit unseren Nahrungsmitteln den meisten Menschen bekannt. Doch lassen Sie mich in diesem Zusammenhang auf einen weitgehend unbekannten Umstand der unmittelbaren Schadstoffvergiftung hinweisen, dem jedermann weitgehend unbewusst ausgesetzt ist.

Wenn Kleidung zum Gift wird

So hält der einstige Chef des zum Berliner Bundesgesundheitsamtes (BGA) gehörenden Instituts für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, unsere Kleidung für die allernächste Umwelt Ausdünstungen aus Textilgewebe seien für den Menschen „die konzentrierteste Form der Zuführung von Wirkstoffen“, warnt der Umweltmediziner, da jedes Kleidungsstück wie ein großes Pflaster der Haut aufliegt, so dass sich durch Schweiß und Wärme chemische Inhaltsstoffe herauslösen und in den Organismus eindringen können.

Ein bislang völlig unterschätzter Schadstofftransfer setzt ein, und das mit hochgiftigen Substanzen, wie Pestiziden oder PCB (polychlorierte Biphenyle) oder dem hochgefährlichen Lindan, von dem man von einer schwerst erkrankten Mode-Boutique Besitzerin einen Rekordwert von 486(!) Mikrogramm des Insektenkillers pro Liter Blutserum fand. Hier Bescheid zu wissen, heißt also sich schützen können! Etwa durch gründliches Waschen neuer Kleidung, vor allem bei Säuglingskleidung und vermeintlichen Naturstoffen, wie Baumwolle oder Seide aus dem Ausland.

Gegen zahllose andere Umweltgifte können wir uns als Großstadtmenschen oder Industriearbeiter jedoch nur unvollkommen schützen, da wir unsere jeweilige Lebenssituation vielfach nicht grundlegend ändern können. Doch können wir etwas sehr Dynamisches tun, um mit Stoffwechsel- wie auch Umweltgiften besser fertig zu werden: Nämlich unseren Körper ertüchtigen! Ich stelle hier ein 5-Punkteprogramm vor, mit welchem jedermann sofort beginnen und positive Wirkung erzielen kann.

1. Die Funktionen unseres Verdauungssystems zu verbessern: Das bedeutet, die mit 4.000 mikroskopischen qm größte Kontaktfläche des Körpers mit der Umwelt zu aktivieren für eine bessere Resorption, also Aufnahme von Wertstoffen, wie etwa den Schutz-Vitaminen A, E und C, sowie von Spurenelementen wie beispielsweise Selen, das von Schwermetallen und so genannten freien Radikalen zu schützen vermag. Auch die Entgiftungsfähigkeit von Darm und Drüsen wird hierdurch angeregt, da zahlreiche Gifte, Medikamente, aber auch Schwermetalle, wie Quecksilber, Kupfer und Blei, über die Schleimhaut des Dickdarmes und über die Leber ausgeschieden werden.

In diesem Zusammenhang muss auch angesprochen werden, dass deutsche Kinder internationale Spitzenreiter sind, was ihre Belastung mit den gefährlichen chlorierten Kohlenwasserstoffen (CLKW) angeht. Man vermutet einen Zusammenhang mit dem Auftreten von Leukämien und Fehlbildungen bzw. der Häufung von Tumoren. Aus der Tatsache, dass die höchsten Werte bei Neugeborenen gemessen wurden, ist ersichtlich, dass das von der Natur vorgesehene Filterorgan der Mutter, die Plazenta, das Ungeborene oft nicht mehr schützen kann.

Das bedeutet andererseits aber auch, dass jegliche Funktionsverbesserung des mütterlichen Organismus eine günstigere Situation für das Ungeborene schafft.

Wie katastrophal es um die Gesundheit des Verdauungssystems aussieht, ist mühelos ablesbar an der Rate des Darmkrebses, die heute an vorderster Stelle steht. Ein Krebs kann sich nur in einem gestörten Organ entwickeln! Darmverbesserung bedeutet nun einerseits Darmpflege durch Reinigungsmaßnahmen wie regelmäßig und mühelos selbst durchzuführende Einläufe mit warmem Wasser – wie andererseits eine „angemessene“ Ernährung – das heißt, der Art der Darmschädigung entsprechend!

Hier gilt als Kernsatz: „Nicht, was wir essen kommt uns zugute, sondern ausschließlich das, was wir verwerten können“. Entgegen landläufiger Meinung wird das vielfach eine leicht aufschließbare und sehr schonend zubereitete Kost sein. Guten Anhalt bietet hier ein im Haug-Verlag erschienenes Buch „Die Darmreinigung“.

2. Reichliches Trinken dünn gebrühter Heilkräutertees wirkt blutverdünnend, verbessert die Zirkulation und fördert hiermit die Ausscheidung wasserlöslicher Gifte über die Niere.

3. Regelmäßige, doch maßvolle Bewegung sorgt für eine gute Durchblutung, aktiviert die Verdauungsorgane und belebt die Atmung.

4. Kultivierung der Atmung durch gezielte Atemtherapie, wie auch durch Bewegung erhöht die Sauerstoffaufnahme des Organismus und verbessert so die Oxydation, also die Verbrennung von Giften. Dieser Schlüsselgedanke steht auch hinter der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie des Atomphysikers Prof. Manfred von Ardenne, welche mit dieser Zielsetzung einsetzen.

5. Medikamentöse Behandlung durch erfahrene ärztliche Anleitung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen im Sinne der Orthomolekularmedizin. Hier war wegweisend der Nobelpreisträger prof. Linus Pauling tätig.

BIO: Sie haben uns hier ein umfassendes und in seiner Durchführbarkeit für jedermann überzeugendes Konzept vorgelegt, wie man auch in einer belasteten Umwelt selbst aktiv zur Gesundung beitragen kann. Wäre es dann nicht sinnvoll, einem Elternpaar zu raten, sich gemeinsam auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, um so gesündere Vorraussetzungen für das werdende Leben zu schaffen. Und – gibt es denn Unterschiede zwischen Neugeborenen von Müttern  mit einem sanierten Verdauungssystem und anderen Babys.

Dr. Zimmermann: Es wäre nicht nur sinnvoll, sondern ein von hoher Verantwortung getragener Gedanke, sich auf das neue Leben vorzubereiten! Denn die Mutter soll ja für die Mühen der Schwangerschaft mit einem gesunden Kind belohnt werden und das Kind hat ein Recht darauf, den Lebenskampf in voller Gesundheit anzutreten!

Viele Beschwerden in der Schwangerschaft wären in ihrer Gefährdung für Mutter und Kind übrigens vermeidbar, wenn man rechtzeitig für eine Sanierung des Verdauungssystems Sorge tragen würde. Dann würde sich auch die alte Erfahrung bestätigen: Das erste Kind macht die Mutter gesund, das zweite Kind macht die Mutter schön. Verständlicherweise zeichnen sich die Kinder von solchen Müttern sich eine bemerkenswerte Stabilität und harmonische Entwicklung aus.

BIO: Das erfahren wir auch immer wieder aus unserem Leserkreis. Welch positive Wirkung vor allem eine stationäre Darmsanierung und Entgiftungstherapie auf den Organismus ausübt – und das nicht nur bei über Jahre bestehender Unfruchtbarkeit von Frau (und Mann) – sondern auch bei andren hartnäckigen Frauenleiden, wie Eierstockentzündungen, Zyklusbeschwerden, Senkungen, Wechseljahrsbeschwerden usw. Wäre es dann nicht auch in der Nachbehandlung von Krebsoperationen notwendig, auf eine innere Reinigung des Körper zu achten?

Dr. Zimmermann: Was für alle Leiden zutrifft, gilt natürlich in besonderem Maße auch für das Krebsleiden, welches sich nur auf dem Boden eines gestörten Organismus und Stoffwechsels entwickeln kann! Hier schaffen in der Tat nicht abgebaute und ausgeschiedene Körper- wie auch Umweltgifte einen idealen „Nährboden“. Wir sollten also den eher volkstümlichen Begriff „Entschlackung“ in einem modernen naturwissenschaftlichen  Licht als Intoxikation, also eine Entgiftung werten.

Lassen Sie mich zusammenfassen, dass wir also bei weitem nicht so schutzlos und hilflos den Krankheiten und insbesondere dem Krebs ausgeliefert sind, wie man denken könnte, wenn man die Resignation der modernen Krebsforschung wahrnimmt. Hören wir den großen Naturwissenschaftler Louis Pasteur, welcher – seiner Zeit weit voraus – sinngemäß meinte: „Nicht die Schädigung an sich ist entscheidend, sondern letztlich allein das Milieu, auf welches sie trifft.“

BIO: Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre interessanten und hoffnungsvollen Ausführungen.

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In unserer Serie über die großen Krankheiten unserer Zeit beantwortet Herr Dr. Michael Zimmermann Fragen zu aktuellen Gesundheitsproblemen aus dem Leserkreis.In unserer Serie über die großen Krankheiten unserer Zeit beantwortet Herr Dr. Michael Zimmermann Fragen zu aktuellen Gesundheitsproblemen aus dem Leserkreis. Heute geht es unter anderem um so wichtige Fragen wie: Kann man um eine Gallenoperation herumkommen? Wie rasch kann sich der Stoffwechsel bei einer gezielten Kurztherapie regenerieren?

BIO: Herr Dr. Zimmermann, Sie haben sich in Ihrer Klinik darauf spezialisiert, das bei so vielen Menschen kranke Verdauungssystem zu sanieren. Aus langjähriger Erfahrung wissen Sie, dass hier tatsächlich die Wurzel vieler anderer Übel zu suchen ist. Immer wieder fragen uns nun Leser, was mit naturheilkundlichen bzw. ganzheitsmedizinischen Maßnahmen bei einer Erkrankung von Leber bzw. Galle getan werden kann.

Dr. Zimmermann: Zunächst müssen wir feststellen, dass es isolierte, also alleinige Erkrankungen von Lebe rund Galle niemals gibt, sondern immer der gesamte Verdauungsapparat mitspielt, bzw. mit betroffen ist. Es handelt sich hierbei immerhin um eine mikroskopische Oberfläche von 4000 Quadratmetern, was bei gestörter Funktion natürlich den ganzen Menschen krank zu machen vermag. Zum Anderen muss man wissen, dass sich Störungen dieses Organkomplexes keineswegs durch unmittelbare Beschwerden zu äußern brauchen. Fatale Gewöhnungs- und Abstumpfungseffekte sind hierfür verantwortlich.

Wir erleben immer wieder am Darmkrebspatienten, welcher mit „Verdauung“ vermeintlich niemals bewusste Probleme hatte. Den Schwarzen Peter sozusagen hat hierbei die Leber, welche ja das gesamte mit Nähr- und Schadstoffen beladene Blut aus dem Darm zunächst einmal filtern und entgiften muss und dabei immer mehr an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gerät.

BIO: Nun sagt man ja von einem jähzornigen Menschen, er sei „cholerisch“ und „ihm laufe die Galle über“; oder von einem sensiblen Zeitgenossen, er sei „melancholisch“, „eine Laus sei ihm schon wieder über die Leber gelaufen“. Welche Zusammenhänge sehen Sie da als Mediziner? Ist das Therapieprogramm Ihrer Klinik darauf orientiert, solche Beschwerden zu kurieren und warum?

Dr. Zimmermann: Ich sehe hier zunächst einen unmittelbaren Zusammenhang, welcher bereits den Ärzten der Antike wohl bekannt war, da sie die Beobachtung machten, dass Abflussstörungen der Galle aus der Leber das Gemüt und den Charakter eines Menschen in ganz erheblichem Maße belasten. Bedeutet doch die Übersetzung des griechischen Wortes „cholerisch“ in etwa „Galle im Blut“, und „melancholisch“ nichts anderes als „schwarze“, also rückgestaute „Galle“.

Wir müssen also auch die ansonsten so ungemein schwer zu behandelnde „Depression“ vor diesem Hintergrund betrachten und nicht immer nur glauben, es liege hier ein schuldhaftes Verhalten des Elternhauses, des Ehepartners usw. zugrunde, wie das leider nur zu oft als Schuldzuweisung erfolgt. Damit ist niemandem geholfen! So ist auch die Erkenntnis des Nobelpreisträgers Wagner von Jauregg zu verstehen: „Man könne den meisten Menschen den Weg in die Nervenheilanstalt bzw. in die Psychopharmaka ersparen, wenn man ihnen nur fachgerecht den Darm reinigen und pflegen würde.“

BIO: Das klingt in der Perspektive geradezu faszinierend, hat sich doch die Depression zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt. Und wir hören auch immer wieder von Lesern über beeindruckende Erfolge gerade bei langjährigen Leiden dieser Art durch eine solche Therapie bei Ihnen. Um nun die Frage einer Leserin aufzugreifen: Gibt es eine Möglichkeit, eventuell um eine Gallensteinoperation herumzukommen und immer wiederkehrende Gallenkoliken zu vermeiden, wenn man sich einer gezielten Therapie unterzieht?

Dr. Zimmermann: Das hängt immer vom Entzündungszustand der Gallenwege und der Gallenblase ab, gibt es doch zahllose Menschen, welche mit einer steingefüllten und „ruhigen“ Gallenblase ohne Beschwerden sind und buchstäblich „steinalt“ werden. Wenn es also gelingt, diese chronische Neigung zur Entzündung wirklich abzubauen und gute Abflussverhältnisse der Galle wiederherzustellen ist eine solche, auch heute nicht ganz unproblematische Operation sicher in zahlreichen Fällen zu vermeiden.

BIO: Worin besteht nun eine solche gezielte Therapie, und wie kann der Patient später zu Hause sein Leben gestalten, um keine Rückfälle befürchten zu müssen?

Dr. Zimmermann: Wichtigste Basismaßnahme ist hier immer eine sanfte und nachhaltige Reinigung es immerhin etwa zehn Meter langen Verdauungstraktes. Das erfordert oft geraume Zeit, da nicht nur angekrustete und zersetzte Nahrungsrückstände abgelöst und ausgeschwemmt werden müssen, sondern auch die zumeist bestehende krankhafte Bakterienbesiedlung des Dünndarms, welche für die überaus lästige und äußerst schädliche Gasbildung verantwortlich ist.

BIO: Sie verwenden hierzu eine Entgiftungsmethode aus der Weltraumtechnologie, über deren wohltuende Wirkung unser Leser immer wieder berichtet. Worum handelt es sich hierbei?

Dr. Zimmermann: Diese Entwicklung der NASA ist eine besonders schonende und wirkungsvolle Form der Darmspülung, welche neben einer Reihe anderer Maßnahmen individuell dann eingesetzt wird, wenn die natürliche Selbstreinigungsfähigkeit des Darmes so sehr darniederliegt, dass Rückvergiftungen auftreten. So ist auch  wohlbekannt, dass gerade über die Schleimhaut des Dickdarms Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Wismut usw. ausgeschieden werden.

Die Hauptwirkung dieser Therapie liegt einmal in der Entgiftung des Blutes wie auch in der Entstauung des gesamten Darmtraktes, so dass wesentlich bessere Abflussbedingungen für das Leber-Galle-System geschaffen werden und dieses sich wieder in erstaunlichem Maße erholen kann.

BIO: Das spielt doch sicher eine erhebliche Rolle bei Leberfunktionsstörungen durch erhöhten Alkoholgenuss, aber auch aufgrund von Medikamenten und Umweltgiften, wodurch es zu Fettleber und Leberzyrrhose kommen kann. Welche Symptome und Warnsignale deuten denn überhaupt auf eine behandlungsbedürftige Leber hin?

Dr. Zimmermann: Vor allem körperliche und geistige Erschöpfung mit Niedergeschlagenheit und Stimmungsschwankungen, oft mit gravierender Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Aber auch eine übersteigerte Esslust, gieriger Heißhunger auf bestimmte Genussgifte wie Süßigkeiten, Kaffee, starke Gewürze, Nikotin usw., wobei immer das Gefühl vorherrscht, durch nichts mehr zufriedengestellt werden zu können.

BIO: Aber das sind doch Beschwerden, über welche heute so gut wie jedermann klagt, sie sind doch nahezu Ausdruck unserer Gesellschaft geworden.

Dr. Zimmermann: Das ist völlig richtig, und wir können dies in der Tat als einen regelrechten Gradmesser der fast durchweg ernsthaft eingeschränkten Entgiftungsfunktion von Leber und Darm betrachten.

BIO: Vielfach entschließen sich Patienten erst dann zu einer ursächlichen Therapie, wenn eine massive Krankheut ausbricht, der oft jahrelang unerkannte Vorstadien vorausgehen. Man fühlt sich nicht richtig krank, aber auch nicht gesund, spürt mehr und bewußt die Gefahr und weiß  nicht, wo man ansetzen kann. Vor allem Selbständige und Freiberufler glauben oft, keine Zeit zu haben, wenn es um die Gesundheit geht, Welche Behandlungsdauer ist hier als Kurztherapie sinnvoll?

Dr. Zimmermann: Unsere gezielten Maßnahmen gestatten es, hier bereits in ein bis zwei Wochen eine wesentliche Entlastung des Stoffwechsels herbeizuführen und mit oft durchschlagender Verbesserung der Laborwerte. Erinnert sei darum in diesem Zusammenhang an ein Wort Prof. Pirlets: „Wir können als Ärzte wohl nichts Wirkungsvolleres für unsere Patienten tun, als die Vergiftung aus dem Darm abzustellen!“

BIO: Sie entwerfen hier wieder einmal eine beeindruckende Perspektive einer kraftvollen medizinischen Dynamik mit dem erklärten Ziel, die Vitalität und Leistungsfähigkeit wieder zu gewinnen. Wie man immer wieder hört registrieren insbesondere Frauen mit Genugtuung eine verjüngende Wirkung auf die Haut.  Könnte man die Sanierung des Verdauungstraktes gewissermaßen auch als eine Schönheitskur von innen bezeichnen?

Dr. Zimmermann: Ganz gewiss, da die Patienten durch eine solche Entgiftung im Allgemeinen auch äußerlich regelrecht aufblühen und sich um Jahre verjüngt fühlen.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, wir danken Ihnen sehr für das interessante Gespräch.

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Chronische Müdigkeit ist ein Symptom, über das immer mehr Menschen – auch und gerade junge Menschen – klagen. Sie fühlen sich kraftlos, schlapp, „zu nichts mehr fähig“. Es ist wie eine stumme Epidemie, die das Land überschwemmt und Tausende von Menschen zurücklässt, die mit den normalen Anforderungen des täglichen Lebens immer weniger zurechtkommen.

BIO: Wie kommt es, dass heute junge Menschen – interessanterweise als „Null-Bock-Generation“ bezeichnet – so saft- und kraftlos wirken und sich auch so fühlen? Dass ihnen alles zu viel wird und sie keinen Belastungen mehr gewachsen sind? Es gibt hier ja wohl verschiedene Stufen der Müdigkeit, welche bis hin zu einem extremen und völlig unverhältnismäßigen Stadium der völligen Apathie reichen soll. Steckt hier ein Virus dahinter, welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Klinik mit dieser zunehmenden Problematik gemacht?

Dr. Zimmermann: Der allgemein verbreiteten Müdigkeit und Unlust liegen sicherlich sehr komplexe Ursachen zugrunde, die vor allem durch unseren modernen Lebensstil bedingt sind: Der Mensch hat einfach die Balance verloren! Auf der einen Seite Überforderungen von Seiten der Ernährung bei gleichzeitig unzureichenden Verdauungs- und Drüsenfunktionen – gefördert durch eine mangelnde körperliche Betätigung und Ausscheidung.

Dann der Stress oder besser gesagt die falsche Einstellung zum Stress, der ja durchaus auch seine positiven Seiten hat. Die Reizüberflutung in jeglicher Hinsicht und nicht zuletzt die seelische Zerrissenheit vieler Menschen.

Hierbei ist interessant, dass die Wechselbeziehungen zwischen Körper, Seele und Geist bereits den alten Hochkulturen wohl bekannt waren etwa durch die Lehre von Yin und Yang. Es ist ja auch nur einsichtig – und die moderne Wissenschaft bestätigt dies zunehmend, dass ein gestörter Stoffwechsel vor allem des Darmes einen günstigen Nährboden bietet nicht nur für Erkrankungen jeder Art, sondern auch für die Gemütsstörungen wie Niedergeschlagenheit und Depressionen, welche ja in der Regel mit Lustlosigkeit und körperlich-seelisch-geistigen Erschöpfungs- und Müdigkeitszuständen verbunden sind.

BIO: Als Spezialist für therapieresistente Erkrankungen betonen Sie aufgrund Ihrer langjährigen Beobachtungen an Patienten aus aller Welt immer wieder, dass chronische Verdauungsstörungen den Menschen in jeder Hinsicht krank machen, damit auch müde, lethargisch, leistungsschwach und depressiv.

Dr. Zimmermann: Sehr bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang ein Wort des Nobelpreisträgers Professor Wagner von Jauregg: „Man könnte den meisten Menschen den Weg in die Geistesheilanstalt oder in die Psychopharmaka ersparen, wenn man ihnen nur fachgerecht den Darm reinigen würde!“

Diese positive Wirkung einer Darmreinigung und Sanierung können wir zunächst ganz allgemein bestätigen bei der Behandlung von Erkrankungen chronischer Natur und ganz speziell bei dem heute angesprochenen Problemkreis, der weitverbreiteten und immer mehr zunehmenden Müdigkeit und Erschöpfung, die in den letzten fünfzehn Jahren geradezu eskaliert bis hin grotesken Formen der völligen Apathie.

BIO: Sie sprechen hier wohl vom sogenannten chronischen Fatigue-Syndrom, dem chronischen Ermüdungssyndrom. Was hat es damit auf sich?

Dr. Zimmermann: Es handelt sich hierbei um eine extreme Form einer inadäquaten und tiefgreifenden körperlichen und geistigen Erschöpfung, welche in dieser Form anfangs der achtziger Jahre erstmals in den USA in Incline Village, Kalifornien, festgestellt wurde. Seitdem hat dieses Leiden in geradezu beängstigender Weise zugenommen und sich auf der ganzen Welt verbreitet.

Immense Forschungsarbeit wurde geleistet, um Hintergründen auf die Spur zu kommen, ohne dass es allerdings zu einer einheitlichen Meinung unter den Wissenschaftlern gekommen wäre. Im Wesentlichen stehen hier drei Theorien zur Diskussion:

Einmal die Infektionstheorie, also eine Epidemie, durch den sogenannten Epstein-Barr-Virus, welcher in Afrika auch bestimmte Krebsformen bewirkt, wie z.B. das Burkitt-Lymphom. In der Tat stellt man bei einem ziemlich hohen Prozentsatz dieser Kranken Antikörper gegen diese (und andere) Viren fest als Zeichen einer Auseinandersetzung des Körpers, doch keineswegs bei allen Erkrankten!

Als zweites wird eine Erkrankung des Immunsystems erwogen, da bei fünfzig bis achtzig Prozent der Erkrankten gut definierte Allergien der Darmschleimhaut vorliegen gegen eine Vielzahl von Nahrungsmitteln aber auch Allergien gegen eigene Körperstrukturen. Wir sprechen hier von den sogenannten Autoimmunerkrankungen, bei welchen das körpereigene Abwehrsystem nicht mehr unterscheiden kann zwischen Fremdstoffen wie Viren und Bakterien und dem eigenen Organismus und so den eigenen Körper angreift und unter Umständen zerstört.

Die dritte Überlegung nun scheint mir aufgrund vielfältiger eigener und positiver Erfahrung mit dem Krankheitsbild die einleuchtendste, nämlich die Hypothese einer Vergiftung aus dem Verdauungstrakt.

BIO: Diesen Zusammenhang haben wir ja bei vielen anderen Problemerkrankungen schon des Öfteren mit Ihnen erörtert. Gibt es nun genauere Kenntnisse über die Art dieser Gifte?

Dr. Zimmermann: Die Giftquelle scheint hier ein gewöhnlicher Hefepilz des Darmes zu sein, die sogenannte Candida albicans, welche ein Nervengift bildet, das sogenannte d-Arabinol, welches nicht nur die Erschöpfung bewirkt sondern auch eine Vielzahl anderer Symptome, wie Lymphdrüsenschwellungen, leichtes Fieber und Frösteln, Muskelschwäche sowie Muskel- und Gelenkschmerzen, plötzlich auftretende Sehstörungen und Lichtscheu, Schlafstörungen und zum Teil extreme mentale Störungen wie die Unfähigkeit, einfachste Probleme zu lösen oder Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen.

Es handelt sich hierbei um unspezifische Symptome, welche auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen auftreten, etwa bei der Multiplen Sklerose, der Alzheimer-Krankheit, einer bestimmten Form der Leukämie, der Schilddrüsenunterfunktion, oder dem Lymphdrüsenkrebs, so dass es schon großer Erfahrung bedarf zum Ausschluss dieser Erkrankungen.

BIO: In einem Vortrag wiesen Sie unter anderem auch auf folgende interessante Erkenntnis hin; dass nämlich auch die heute so viel diskutierte Koordination von linker und rechter Gehirnhälfte durch die Candida – Problematik gestört wird.

Dr. Zimmermann: Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt, da erst das harmonische Zusammenwirken von linker und rechter Hirnhälfte die innere „Balance“ des Menschen bewirkt. Hier greift offensichtlich ein weiteres Stoffwechselprodukt dieses Candida-Hefepilzes äußerst störend ein, das sogenannte Acetaldehyd, welches eine Desintegration von rechter und linker Gehirnhälfte bewirkt, ein Auseinanderfallen von „Fühlen“ und „rationellem Wollen“, d.h. wir geraten aus dem Gleichgewicht und werden krank.

BIO: Wem würden Sie also raten, sich einmal gründlich durchchecken zu lassen, bei welchen Symptomen ist Gefahr gezeigt?

Dr. Zimmermann: Einmal beim Auftreten der geschilderten Symptome, welche allerdings auch für zahlreiche andere Krankheiten sprechen können. Zumeist geht diesen Zuständen übrigens ein häufiger Gebrauch von Antibiotika voraus, welche das Überhandnehmen von Candida bewirkt. Ein äußerst wichtiger Hinweis ist weiter das Vorliegen eines extremen Verlangens nach Süßigkeiten, also nach Zucker.

Leider lieben wir ja zumeist die Dinge, welche uns am meisten schaden – und so auch hier, da Zucken den wichtigsten Wachstumsförderer für Candida darstellt.

BIO: Das bedeutet, man sollte bei solchen Krankheitszeichen am besten den Zuckerkonsum radikal streichen?

Dr. Zimmermann: Leider ist es so einfach nicht. Denn dann entfällt der wichtigste Nährstoff für Candida – große Mengen dieser Pilze sterben ab und setzen beim Zerfall hochgiftige Substanzen frei, welche unter Umständen heftigste, ja sogar lebensbedrohliche Reaktionen bewirken können. Wir sprechen hier von der sogenannten Herxheimer-Reaktion.

BIO: Wozu raten Sie dann?

Dr. Zimmermann: Einmal müssen bestimmte Anti-Candida-Medikamente verabreicht werden, dann natürlich der Zuckerkonsum in jeglicher Form für einige Monate völlig eliminiert werden. Da dies, wie erwähnt, einen kritischen Zerfall und die Freisetzung von Giften im Darm bewirkt, was unseren Organismus unter Umständen völlig überfordert, wird verständlich, dass eine Beschleunigung der Darmpassage mit bestimmten Maßnahmen das Übel an der Wurzel angreift. So können die Zerfallsgifte ausgeschwemmt werden, ehe sie in die Blut – und Lymphbahn übertreten und dort äußerst nachteilige Wirkungen auslösen. Nur so ist die positive und überzeugende Wirkung einer gezielten Darmsanierung auf das Müdigkeits-Syndrom zu verstehen.

Der Entdecker dieser Zusammenhänge, der kalifornische Internist Dr. Jesop gibt hier übrigens eine Heilungsrate von 90(!) Prozent an. Eine solche Verbesserung eines ansonsten unheilbaren Leidens ist natürlich kein Zufall, sondern bestätigt die Richtigkeit der Regel: „Wer heilt, hat recht.“

BIO: Herr Dr. Zimmermann, wir danken Ihnen sehr herzlich für das Gespräch!

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Wo Geist und Körper „entschlacken“ können

Auch eine Kurztherapie kann bei vielen Erkrankungen Hilfe bringen

Eine gründliche Reinigung des Körpers von Giften, die zu den verschiedensten Erkrankungen führen, wird in der Klinik Zimmermann- früher in Überlingen, nun in Badenweiler mit einer Darmsanierung erzielt. Die Erfolge sind verblüffend und erscheinen oft unglaublich. Menschen mit wenig Zeit fühlen sich zumeist schon nach einer Kurztherapie von wenigen Tagen wie umgewandelt.

Die Ärztedelegation aus dem fernen Osten sorgte für mehrere Wochen in dem idyllischen Bodenseestädtchen für einiges Aufsehen. So viele mandeläugige, freundliche lächelnde Herren hatte man in Überlingen wohl selten gesehen.

Das Ziel der Gäste aus China, Vietnam und Kambodscha, unter ihnen der international angesehene Akupunktur- und Meditationsmeister Dr. Luong Tam: Die Privatklinik Zimmermann, direkt am Ufer des Bodensees.

Wissensaustausch und Therapie standen auf dem Programm. Denn eine große Gruppe ausgewählter Patienten mit zum Teil therapieresistenten Erkrankungen war mitgekommen. Darunter eine Prinzessin aus dem vietnamesischen Königshaus und der ehemalige Verteidigungsminister Vietnams. So wie die ausländischen Gäste vom Wissen und Können der auf Darmsanierung und Entgiftung spezialisierten Mediziner in der Zimmermann – Klinik beeindruckt waren, so konnten auch diese überaus fruchtbare Erkenntnisse gewinnen aus dem Wissensschatz der klassischen Medizin Asiens.

Großen Zuspruchs erfreuten sich insbesondere die unter Leitung Dr. Luongs durchgeführten Meditationen.

Dr. Zimmermann: Krankheit ist immer ein ganzheitliches Geschehen. Hierbei ist insbesondere bemerkenswert, dass Depressionen, schwere und schwerste psychosomatische Erkrankungen usw. oft viel weniger durch Schicksalsschläge, Kummer und Sorgen bedingst sind, als vielmehr durch Störungen des Stoffwechsels also und hier sehr häufig durch unerkannte Erkrankungen der Verdauungsorgane.

So erleben wir immer wieder, dass Menschen, welche über Jahre unter Psychopharmaka standen, durch eine Lösung des Stoffwechsel – und Verdauungsprobleme diese Medikamente nicht mehr benötigen. Sie fühlen sich wie erlöst.

BIO: Nicht immer ist für einen Patienten eine Therapie von drei oder vier Wochen möglich oder notwendig. Man kann bei Ihnen auch eine Therapie von einer Woche machen, ist da nicht zu kurz?

Dr. Zimmermann: In dafür geeigneten Fällen keineswegs, damit einer sinnvollen Kombination von ausleitenden Maßnahmen schon innerhalb kurzer Zeit eine ganz nachhaltige Entlastung und Verbesserung des Lebensgefühls erreicht werden kann. Hier spielt insbesondere die sogenannte Colon-Hydrotherapie- (amerikanisches Verfahren einer Dickdarm-Wasserspülung mittels einer speziellen Maschine) – eine überaus hilfreiche Rolle. Denn hiermit gelingt es, die erlahmte Entgiftungsfähigkeit des Organismus wieder in Gang zu setzen.

BIO: Wir haben selbst von einem Ihrer Patienten mit einem über Jahre insulinpflichtigen Diabetes mellitus gehört, dass er völlig frei wurde von seinen vorher lebensnotwendigen Injektionen. Ein anderer wiederum berichtete uns, dass er nun keinen Herzschrittmacher mehr benötige, weil er seine vorher schwersten Rhythmusstörungen sowie seine über Jahre chronische Bronchitis verlor. Wie kann man das erklären?

Dr. Zimmermann: Vereinfacht formuliert: Störungen der Gesundheit werden unter anderem durch Störungen der Zusammensetzung des Blutes bewirkt. Dieses wiederum bezieht seine Inhaltsstoffe aus dem Darm. Wenn das Milieu des Darmes gestört und die Darmschleimhaut krankhaft durchlässig wird, so können Schadstoffe ins Blut übertreten und eine Vielzahl von Erkrankungen bewirken wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, Bronchitis, Allergien, Hauterkrankungen jeder Art, Migräne, Gelenkerkrankungen, Depressionen usw.

BIO: Das klingt sehr einleuchtend, spielt hierbei auch die heute so vielbesprochene Übersäuerung eine Rolle?

Dr. Zimmermann: Das ist richtig, denn zum einen trägt eine säurebildende Kost hierzu bei wie auch Störungen des inneren Metabolismus, vor allem der Verdauungssäfte. So entscheidet letztlich allein der Funktionszustand der Verdauungsorgane über Wert oder gar Schädlichkeit einer bestimmten Ernährungsweise. Um hier umstimmend einzugreifen, verordnen wir in solchen Fällen basische Mineralmischungen.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch.

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Entgiftung und Entschlackung am Bodensee

Immer wieder wollen Leser wissen, was es mit den sogenannten Schlankheitskuren auf sich hat. Ob es sich überhaupt lohnt, abzuspecken, wenn hinterher die mühsam verlorenen Pfunde doch bald wieder drauf sind. BIO spezial fragte den Experten Dr. Michael Zimmermann, wie sich das Problem Übergewicht aus seiner Sicht darstellt.

BIO spezial: Herr Dr. Zimmermann. Sie kehrten unlängst von einer Vortragsreise in den USA zurück. Welche gesundheitlichen Probleme stehen Ihres Erachtens dort besonders im Vordergrund?

Dr. Zimmermann: Dem Europäer fällt praktisch überall das zum Teil ganz enorme und oft groteske Übergewicht des Durchschnittsamerikaners auf. Sicher sind nicht zuletzt deswegen die typischen Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose. Schlaganfall und Herzinfarkt in den USA noch wesentlicher stärker verbreitet als bei uns in der BRD.

BIO spezial: Sie behandeln in Ihrer Klinik am Bodensee vor allem chronische therapieresistente Erkrankungen, bei welchen die moderne Medizin nur zu oft versagt. Zählen Sie hierzu auch das Übergewicht, das bei uns ebenfalls ein immer größeres Problem darstellt?

Dr. Zimmermann: Es steht heute außer Zweifel, daß erheblichem Übergewicht Krankheitswert zukommt. Die üblichen Methoden der Diät bringen in den wenigsten Fällen befriedigende und anhaltende Ergebnisse. „Diät macht dick!“, bekommt man sogar immer häufiger zu hören. Wir stellen in unserer Klinik durchweg fest, daß bei größerem Übergewicht grundsätzlich auch bislang unerkannte und oft gravierende Störungen der Verdauungsorgane vorliegen. Fatalerweise brauchen diese nicht immer Beschwerden zu machen – das ist übrigens auch die Gefahr, ähnlich wie beim Darmkrebs.

Darmfunktion muß verbessert werden

Da hiermit immer auch eine Belastung der Leber verbunden ist, entgleist diese in wesentlichen Funktionen und bildet beispielsweise überschießend Cholesterin. Das wiederumstellt die Vorstufe des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen dar, welches unter anderem auch den Fettansatz fördert. So auch bei ansonsten schlanken Menschen in Form der typischen Problemzonen, wie Oberschenkel, Gesäß, Brust und Bauchdecke.

Größere Fettansammlungen bergen nun jedoch die Gefahr einer Ablagerung fettlöslicher Umweltgifte, z.B. der berüchtigten chlorierten Kohlenwasserstoffe, wie man das schon bei Neugeborenen feststellen muß!

Wir verbessern darum in erster Linie den Darm in seinen grundlegenden Funktionen und hier vor allem in der so wichtigen Entgiftung der Gewebe, des Blutes und der Säfte.

BIO spezial: Eine Entschlackung also sozusagen?

Dr. Zimmermann: Dieser volkstümliche Begriff Entschlackung ist gar nicht einmal so abwegig, zumal die Gedärme der meisten Menschen zum Teil ganz erhebliche Rückstände aufweisen. So finden hier krankhafte Zersetzungsprozesse statt, die den Körper regelrecht vergiften und auf diese Weise zahlreiche chronische und akute Erkrankungen auslösen können. Wir fördern darum mit einer Vielzahl von Maßnamen die natürliche Selbstreinigungsfähigkeit des Darmes, die zumeist erheblich eingeschränkt ist.

BIO spezial: Zählt hierzu auch die Colon-Hydrotherapie (amerikanisches Verfahren der Dickdarmspülung), mit welcher Sie wohl größte Erfahrung haben sollen?

Dr. Zimmermann: Diese Methode ist tatsächlich oft überaus hilfreich. Bei besonders schwierigen Krankheitsfällen, bei welchen die natürliche Heilkraft durch hartnäckige Verschlackungen und Entzündungen des Darmes bereits allzu sehr gelähmt ist, gelingt es hiermit sehr häufig, die entscheidende Wende in der Krankheit einzuleiten.

BIO spezial: Trifft dies besonders auch für Gewichtsprobleme zu?

Dr. Zimmermann: In Verbindung mit unseren anderen therapeutischen Maßnamen der Diätetik und der biologisch orientierten Medizin besteht hier in der Tat eine ganz vortreffliche Möglichkeit, auch das Gewícht dauerhaft zu regulieren. Hierbei ist übrigens bemerkenswert, daß es keineswegs zu der sonst so gefürchteten Erschlaffung des Gewebes kommt, sondern vielmehr zu einer erstaunlichen Straffung und regelrechten Verjüngung.

BIO spezial: Wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch.

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Gute Verdauung schützt vor Krebs

Bei einem Besuch in der Privatklinik Zimmermann in Überlingen informierte sich BIO spezial über aktuelle Probleme der Gesundheits- bzw. Krankheitsvorsorge. Dabei berichtete der Spezialist Dr. Michael Zimmermann von einer überraschenden, kaum bekannten Ursache für die weiterhin stetig Zunehmende Zahl der Krebserkrankungen. Das Hauptübel ist in Störungen der Verdauungsorgane zu suchen. Und diese wiederum kann der Fachmann oft schon an der Körperhaltung erkennen.

BIO: Herr Dr. Zimmermann, trotz intensiver wissenschaftlicher und medizinischer Beschäftigung mit den Krebserkrankungen scheint sich bis heute kein grundlegender „Erfolg“ gegen die „Pest der Moderne“ abzuzeichnen ?

Dr. Zimmermann: Nein, ganz im Gegenteil. Die Statistik wiest aus, daß 1955 etwa 95.000 Bundesbürger an den verschiedenen Krebsarten verstarben. Heute, 35 Jahre später, jedoch bereits 180.000, ohne daß die Bevölkerung entsprechend zugenommen hätte. Und die Zahl steigt weiter. Wir müssen also zusammenfassend feststellen, daß die orthodoxe Medizin bis heute offenbar keine Überzeugenden Konzepte zu Früherkennung, Therapie oder gar der Vorbeugung des Krebses bietet.

BIO: Wie konnte es zu dieser Erfolglosigkeit kommen nach jetzt jahrzehntelangem General-Angriff gegen den Krebs ?

Dr. Zimmermann: Eine Antwort lesen wir aus der Statistik. Nicht von ungefähr eskalieren die Carzinome des Verdauungsapparates in besonderem Maße. Alle 20 Minutenerkrankt statistisch gesehen in der Bundesrepublik Deutschland jeweils ein Mensch an einem Dickdarmkarzinom, woran Jahr für Jahr etwa 30.000 versterben. Verfolgen wir diese Spur weiter, dann kommen wir auf die zentrale Bedeutung des gesamten Verdauungsapparates für das biologische Gleichgewicht des menschlichen Organismus. Unsere Verdauungsorgane sind die Energie- und Versorgungszentrale des Organismus.

BIO: Dann muß dort also auch die Therapie ansetzen ?

Dr. Zimmermann: Ja. Allerdings setzt sich nur langsam die Erkenntnis durch, daß die Krebsgeschwulst nicht die eigentliche Krankheit darstellt sondern nur die lokale Manifestation einer Allgemeinerkrankung.

BIO: Und die ist durch Störungen in den Verdauungsorganen verursacht ?

Dr. Zimmermann: Sehr häufig. Diesen Ursachenzusammenhang hat schon der berühmte Arzt Dr. F.X.Mayr erkannt. Heute müssen wir zusätzlich feststellen, daß der Verdauungstrakt der allermeisten Menschen ganz erheblich gestört oder krank ist. Es brauchen hierbei übrigens keineswegs spezifische Beschwerden zu bestehen. Die scheinbare reale Intaktheit stellt in vielen Fällen lediglich eine Scheingesundheit dar.

BIO: Dann könnte man beim Krebs von einer schleichenden Krankheit sprechen ?

Dr. Zimmermann: Ja, das ist das Problem. Denn nur in seltenen Fällen kann von einer wirklichen Früherkennung die Rede sein. Unser Organismus besitzt offenbar eine hochpotente Eigendynamik, sich zumindest lange Zeit aktiv zu schützen. Vom ersten Geschwulstansatz bis zur diagnostischen Manifestation des Tumors, z.B. bei Lungenkrebs, können bis zu 15 Jahre vergehen.

BIO: Damit wird verständlich, wie wichtig eine Früherkennung ist. Doch wie ist die möglich, wenn ein Krebs jahrzehntelang im Verborgenen wachsen kann ? Mit welchen Zeichen verrät denn der Körper eine Störung bzw. die Erkrankung ?

Dr. Zimmermann: Bei krankhaften Funktionen der Verdauungsorgane nimmt der Mensch kompensative Schutzhaltungen ein. Diese wirken sich wiederum nachhaltig auf die Statik aus. Also auf die Wirbelsäule, die Gelenke, die Muskulatur, außerdem auf eine Reihe wichtiger Organe, z. B. Herz und Lunge.

BIO: Sie meinen also, daß eine Krebserkrankung tatsächlich schon frühzeitig an der Körperhaltung eines Menschen zu erkennen ist ?

Dr. Zimmermann: Als Ausdruck einer Störung der Verdauungsorgane, die wiederu die Ursache für die Krebserkrankung ist. Die erwähnten Schutzhaltungen werden leider von der Orthopädie überwiegend als Fehlhaltungen gedeutet. Man ist sich einfach nicht der Tatsache bewußt, daß hier dem auf verschiedene Weise gestörten Verdauungstrakt ein Mehr an Raum geboten wird. Zum Beispiel durch Kippung des Beckens, oder durch Hochhaltung des Brustkorbs, durch skoliotische Verbiegung der Wirbelsäule, selbst durch eine Unverdächtig harmlos erscheinende Vorneigung des Oberkörpers.

Bewährtes Konzept

BIO: Hat sich diese Erkenntnis auch in der Praxis bewährt ?

Dr. Zimmermann: Selbstverständlich behandle ich gerade nach dieser Erkenntnis. Eine junge Prinzessin aus dem vietnamesischen Königshaus z. B. leidet an einem malignen Lymphom. Und: Sie hat seit ihrer frühesten Kindheit erhebliche Darmbeschwerden mit Fistelbildungen. Ganz typisch war bei ihr der spitz vorspringende Leib sowie die hohe Beckenkippung. Nach einer mehrwöchigen Dauerbehandlung in unserer Klinik kam es nicht nur zu einem bislang nie gekannten „Gesundheitsgefühl“, mit einer auch labormäßig nachzuweisenden Verbessung der Abwehrfähigkeit. Auch die körperliche Statik erlebte eine wesentliche Verbesserung.

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Leiden an der kranken Haut

Mit diesem aktuellen Interview setzt BIO SPEZIAL die Serie zum Thema „Die großen Krankheiten unserer Zeit“ mit Dr.med. Michael Zimmermann fort. Seine Erfahrungen zeigen, daß auch die Diagnose „unheilbar“ kein endgültiges Urteil sein muß.

BIO: Herr Dr. ZImmermann an chronischen Hauterkrankungen leiden heute immer mehr Menschen. Alleine vier Millionen werden in der Bundesrepublik von der Psoriasis, der gefürchteten Schuppenflechte geplagt. Auch die Neurodermitis, Ekzeme und ganz besonders die Allergien sind erschreckend im Zunehemen begriffen. Welche Erklärungen haben sie dafür?

Dr.Z.: Es liegen hier Faktoren vor, welche von Jahr zu Jahr an Intensität zunehmen….

BIO: Sie meinen also, daß die Ursachen vorwiegend in der zunehmenden Umweltbelastung zu suchen sind oder sind Sie der Ansicht, daß hier in erster Linie endogene, also von innen stammende Ursachen zu nennen sind, wenn die Haut rebelliert und mithartnäckigen Beschwerden kund tut, daß das Organgeschehen aus dem Gleichgewicht geraten ist?

Dr.Z.: Wie vergleichende Studien ergeben haben, besteht erstaunlicherweise kein grundsätzlicher Unterschied in der Häufigkeit der genannten Erkrankungen zwischen Gebieten mit ausgeprägter Umwelt- und Industriebelastung und Gebieten etwa ländlichen Charakters. Es müssen also Gesetzmäßigkeiten vorliegen, welche hier wie dort in ähnlicher Weise ausgeprägt sind.

BIO: Als Fachmann für chronische und therapieresistente Erkrankungen werden Sie vor allem von Kranken aufgesucht, welche so ziemlich alles mehr oder weniger erfolglos versucht haben. Welche Gemeinsamkeiten stellen Sie bei diesem genannten unterschiedlichen Krankheitsbildern fest?

Dr.Z.: Ganz klare und eindeutige Antwort: Die ubiquitäre d.h. weitverbreitete und zumeist unerkannte Schädigung der Verdauungsorgane. Unerkannt deswegen, weil selbst ausgeprägte Fehlfunktionen durchaus keine Beschwerden zu verursachen brauchen.

Hieraus wird verständlich, daß man bei allen Bemühen hier einfach keine Kausalität, also einen Ursachenzusammenhang zu suchen pflegt. Dies trifft übrigens für die meisten chronischen Problemerkrankungen zu. Jedenfalls zeigt sich immer wieder ein bemerkenswert positiver Einfluß auf Hautleiden nahezu jeder Art, wie auch auf andere Leiden, wenn der unerkannten Darmschädigung sachgerecht begegnet wird.

BIO: Eine alte Volksweisheit behauptet, daß Hautstörungen jeglicher Art ein Hinweis darauf sind, daß „Dreck im Körper ist, der heraus muß“. Würden Sie dieser krassen Behauptung zustimmen?

Dr.Z.: Wenn ich das rasche Ansprechen selbst langjähriger Hautleiden alleine auf unsere spezielle Darmreinigungstherapie bedenke, bin ich nicht abgeneigt, dieser Volkserfahrung zuzustimmen, wenngleich mir diese Deutung natürlich zu vage und vor allem zu wenig wissenschaftlich erscheint.

Denn um wirkliche Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und folgerichtig zu behandeln, muß ein Beweis geführt werden. Doch der ist länst erbracht, z.B. durch die grundlegenden Arbeiten Prof. Pirlets über die „Intestinale Autointoxikation“ – die „Selbstvergiftung aus dem Darm“.

BIO: Und ganz besonders natürlich durch überaus beeindruckenden Besserungen und Heilungen, von denen wir uns schon so häufig überzeugen konnten. Wie beispielsweise das Ergebnis einer sechswöchigen Darmtherapie bei einer über Jahrzehnte bestehenden Psoriasis – Arthritis. Wer heilt hat eben recht!

Dr.Z.: Zu letzterem muß ich Ihnen allerdings ganz energisch widersprechen, denn das, was oft als „Heilung“ imponiert, kann durchaus auch das Ergebnis einer symptomatischen, also unterdrückenden Therapie sein und hat mit Heilung nicht das geringste gemein. Denn schon bald nach Absetzen etwa des Cortisons tritt das alte Leiden wieder zu Tage. Ich betone dies, weil es sich bei obigem Ergebnis um eine reine und ausschließliche Darmtherapie handelte.

BIO: Die Sanierung des kranken Verdauungstraktes ist ja ihr Spezialgebiet – und bereits alte Ärzteweisheit besagt „Krankheit und Tod sitzt im Darm“, doch erscheint es nicht monoman und im Lichte der modernen Wissenschaft etwas einseitig, alles auf so an sich einfache Zusammenhänge zurückzuführen?

Dr.Z.: Dieser Einwand wäre völlig berechtigt, wenn nicht gerade die moderne Wissenschaft, wie die Rasterelektronenmikroskopie und die Immunologie nachgewiesen hätten, daß die innere feinmikroskopische Oberfläche des Darmes sich auf ca. 4.000 !! qm beläuft und 70 – 80% der körpereigenen Immunität dort lokalisiert sind.

Das bedeutet in der Konsequenz nichts anderes, als daß man diesem Organbereich die allergrößte Aufmerksamkeit widmen müßte. Denn eine Störung der dort ablaufenden Stoffwechselfunktionen wird mit Bestimmtheit eine ungeheuer schädliche Wirkung auf den ganzen Organismus ausüben, wie auch umgekehrt eine Harmonisierung und Optimierung den denkbar positivsten Einfluß auf den Körper hat!

BIO: In Anbetracht der zunehmenden Brisanz der allgemeinen gesundheitlichen Situation der Bevölkerung erscheint es tatsächlich unverständlich und fast skandalös, daß diese so logischen Zusammenhänge der Aufmerksamkeit der modernen wissenschaftlichen Medizin entgehen konnten! Andererseits ergeben sich durch Ihr dynamisches Heilkonzept überaus hoffnungsvolle Perspektiven für die Behandlung der zahllosen Problemkrankheiten unserer Zeit!

Was würden Sie darum Ihren Kollegen, die sicher alle um das Wohl Ihrer Patienten bemüht sind, ans Herz legen?

Dr.Z.: Um mit Prof.Dr.med. Pirlet zu sprechen, können wir Ärzte wohl kaum etwas Wirkungsvolleres für die Gesundheit unserer Patienten tun, als die regelrechte Vergiftung aus dem Darm abzustellen.

Entgiftung und Entschlackung am Bodensee

Immer wieder wollen Leser wissen, was es mit den sogenannten Schlankheitskuren auf sich hat. Ob es sich überhaupt lohnt, abzuspecken, wenn hinterher die mühsam verlorenen Pfunde doch bald wieder drauf sind. BIO spezial fragte den Experten Dr. Michael Zimmermann, wie sich das Problem Übergewicht aus seiner Sicht darstellt.

BIO spezial: Herr Dr. Zimmermann. Sie kehrten unlängst von einer Vortragsreise in den USA zurück. Welche gesundheitlichen Probleme stehen Ihres Erachtens dort besonders im Vordergrund?

Dr. Zimmermann: Dem Europäer fällt praktisch überall das zum Teil ganz enorme und oft groteske Übergewicht des Durchschnittsamerikaners auf. Sicher sind nicht zuletzt deswegen die typischen Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose. Schlaganfall und Herzinfarkt in den USA noch wesentlicher stärker verbreitet als bei uns in der BRD.

BIO spezial: Sie behandeln in Ihrer Klinik am Bodensee vor allem chronische therapieresistente Erkrankungen, bei welchen die moderne Medizin nur zu oft versagt. Zählen Sie hierzu auch das Übergewicht, das bei uns ebenfalls ein immer größeres Problem darstellt?

Dr. Zimmermann: Es steht heute außer Zweifel, daß erheblichem Übergewicht Krankheitswert zukommt. Die üblichen Methoden der Diät bringen in den wenigsten Fällen befriedigende und anhaltende Ergebnisse. „Diät macht dick!“, bekommt man sogar immer häufiger zu hören. Wir stellen in unserer Klinik durchweg fest, daß bei größerem Übergewicht grundsätzlich auch bislang unerkannte und oft gravierende Störungen der Verdauungsorgane vorliegen. Fatalerweise brauchen diese nicht immer Beschwerden zu machen – das ist übrigens auch die Gefahr, ähnlich wie beim Darmkrebs.

Darmfunktion muß verbessert werden

Da hiermit immer auch eine Belastung der Leber verbunden ist, entgleist diese in wesentlichen Funktionen und bildet beispielsweise überschießend Cholesterin. Das wiederumstellt die Vorstufe des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen dar, welches unter anderem auch den Fettansatz fördert. So auch bei ansonsten schlanken Menschen in Form der typischen Problemzonen, wie Oberschenkel, Gesäß, Brust und Bauchdecke.

Größere Fettansammlungen bergen nun jedoch die Gefahr einer Ablagerung fettlöslicher Umweltgifte, z.B. der berüchtigten chlorierten Kohlenwasserstoffe, wie man das schon bei Neugeborenen feststellen muß!

Wir verbessern darum in erster Linie den Darm in seinen grundlegenden Funktionen und hier vor allem in der so wichtigen Entgiftung der Gewebe, des Blutes und der Säfte.

BIO spezial: Eine Entschlackung also sozusagen?

Dr. Zimmermann: Dieser volkstümliche Begriff Entschlackung ist gar nicht einmal so abwegig, zumal die Gedärme der meisten Menschen zum Teil ganz erhebliche Rückstände aufweisen. So finden hier krankhafte Zersetzungsprozesse statt, die den Körper regelrecht vergiften und auf diese Weise zahlreiche chronische und akute Erkrankungen auslösen können. Wir fördern darum mit einer Vielzahl von Maßnamen die natürliche Selbstreinigungsfähigkeit des Darmes, die zumeist erheblich eingeschränkt ist.

BIO spezial: Zählt hierzu auch die Colon-Hydrotherapie (amerikanisches Verfahren der Dickdarmspülung), mit welcher Sie wohl größte Erfahrung haben sollen?

Dr. Zimmermann: Diese Methode ist tatsächlich oft überaus hilfreich. Bei besonders schwierigen Krankheitsfällen, bei welchen die natürliche Heilkraft durch hartnäckige Verschlackungen und Entzündungen des Darmes bereits allzu sehr gelähmt ist, gelingt es hiermit sehr häufig, die entscheidende Wende in der Krankheit einzuleiten.

BIO spezial: Trifft dies besonders auch für Gewichtsprobleme zu?

Dr. Zimmermann: In Verbindung mit unseren anderen therapeutischen Maßnamen der Diätetik und der biologisch orientierten Medizin besteht hier in der Tat eine ganz vortreffliche Möglichkeit, auch das Gewícht dauerhaft zu regulieren. Hierbei ist übrigens bemerkenswert, daß es keineswegs zu der sonst so gefürchteten Erschlaffung des Gewebes kommt, sondern vielmehr zu einer erstaunlichen Straffung und regelrechten Verjüngung.

BIO spezial: Wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch.

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